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Sonntag, 2. Januar 2011

Evolution und Filzkunst

Filzkunst – Die Evolution


Heute erzähle ich Euch mal ausführlich von einer schwierigen Geburt: Wie ihr Euch denken könnt, ist die Evolution ein schwieriges Ding, besonders wenn mehrere Götter daran beteiligt sind. Das haben wir gerade im Hühnerhaus erlebt. Sowohl die Göttinnen, als auch der Filz hatten einiges durchzumachen.
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Wie können plastische Ideen und Formen aus einer planen Filzfläche herauswachsen? Und wachsen ist dabei ganz wörtlich gemeint, denn wir wollten unsere Formensprache, die sich bei uns ja immer als eine Anregung, Interpretation oder Verwandlung natürlicher Formen bis in die Abstrakte versteht, unbedingt beibehalten. Gut, das nähen zu unseren Hobbys gehört, denn einige der Tricks konnten wir gut einsetzten.
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Nachdem die Idee fertig war, etliche Skizzen und viele kleine Schnittmuster, ging es auf die Suche nach Material. Perlen brauchten wir nicht, davon haben wir einen schönen Vorrat. Filz und Nähnadeln wurden benötigt.
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Materialeinkauf macht ja eigentlich einen Riesenspaß, aber dieses mal war es eine Tortur. Erst einmal der Filz: Aus reiner Wolle sollte er natürlich sein, und schön fest, damit die Formen stabil bleiben und viele Farben wollten wir auch, deshalb, bitte kleine Platten. Nach einigen Test, haben wir eine ganz tolle Quelle aufgetan, aber wir merkten schon, mit normalen Nähnadeln kommen wir nicht weiter.
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Heutzutage näht man wohl nur noch wenig per Hand. Nach etlichen Versuchen (inclusive ziemlich zerstochener Flügel- und Fingerspitzen, was beim Handnähen ohne Fingerhut gar nicht zu ändern is, aber wir mögen diese gefühllosen Dinger einfach nicht.) und fleißigem Einsatz von handelsüblichen Nähnadeln, die leider immer wieder brechen, weil es anscheinend nicht möglich ist, sie so zu härten, wie es früher üblich war, hatten wir fast aufgegeben. Perlennadeln sind ebenfalls nicht bruchsicher (doppelautsch!) und viel zu biegsam, Quilternadeln sind zu kurz, die für Applikationen auch zu biegsam. Doch dann kam meine Mutter mit einem Schwung alter Nadeln, ein Segen :-).
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Und seit einigen Wochen sind wir so weit:
Filzkunst aus dem Hühnerhaus. Warum Filzkunst? Ganz einfach: wir wollten unsere Schöpfungen eigentlich als Filzschmuck anbieten, aber Freunde, Beschenkte und Kunden sagen uns immer wieder, daß unser Schmuck eigentlich kein Schmuck, sondern Kunst zum Tragen ist. Oder zum Sammeln und an die Wand hängen. (Komt auch noch!) Aber seht selbst, hier sind einige Beispiele, die schön zeigen, was wir als unsere Filzkunst verstehen.





Natürlich könnt ihr unsere Filzkunst im Hühnerhaus- Shop bekommen :-)