Freitag, 2. Januar 2026

New Year's resolution

by  Meme Dept. 

 

(Neujahrsvorsatz: Libertäre sind gegen Angriffskriege, egal, wer Präsident ist.)

 

Ein paar Überlegungen

von Helmut
 
 
... zum letzten Artikel von LePenseur vom 31.12.2025: Hier geht’s darum, irgendwelche altertümlichen Traditionen, die absolut sinnlos sind, von den eingefleischten Religionsfanatikern unter dem Schutzschirm der Religionsfreiheit gewähren zu lassen. Zum Nachteil der Betroffenen.

Ich versuche mal, das über den Hintergrund aufzuarbeiten. Alles, was über die Religion verbreitet wurde, hat irgendwo einen gesundheitlichen oder moralischen Sinn. Das beginnt bei den Fastenprogrammen, was insofern wichtig ist, damit der Organismus auch mal etwas Pause hat und sich erholen kann. Logischerweise vor den Feiertagen wie Ostern und Weihnachten, weil sich dann zu den Feiertagen die Leute meist dumm und dämlich fressen, ohne Limit.

Dass die Juden und die Musels kein Schweinefleisch essen dürfen, liegt vermutlich an der schon vor Jahrhunderten gemachten Erfahrung, dass das Schweinefleisch von der Zucht und der Haltbarkeit in den heißen Ländern wesentlich mehr hinsichtlich Mikroben und anderem Befall gefährdet ist. Schließlich hatten die ja auch früher keine Kühlschränke.

Kann man nachvollziehen. Was ist nun mit den Beschneidungen. Die gibt’s bei Jungen und bei Mädchen. Fangen wir bei den Mädchen an. Da betrifft es die Klitoris, also das Lustzentrum der Frau. Möglicherweise diente es dazu, die Frau nur als Samenabladeobjekt für die Herren der Schöpfung zu nutzen, wobei man ihnen keinen eigenen Wunsch nach Sexualität zugesteht.

Letzteres wäre eine Gefahr für die Mann-Frau-Beziehung, zumal im Islam ja ein Mann regulär bis vier Frauen haben darf. Wenn der aber irgendwann einmal müde wird, dann darf die Frau nicht auf „dumme“ Gedanken kommen, das würde die Harmonie stören.

Natürlich in den westlichen Kulturen, wie bei uns, als absolutes No-Go zu betrachten, weil jede Frau über sich selbst verfügen soll. Das hat nichts mit Feminismus zu tun, sondern mit dem logischen Empfinden für Gleichberechtigung.

Nun zur Beschneidung der Knaben:

Vielleicht hängt es damit zusammen, dass man in den islamischen Ländern, die sich ja über sehr heiße und wasserarme Regionen erstrecken, da keine besondere Reinlichkeit an den Tag legt. Für uns im Westen ist es normal, beim Duschen die Vorhaut über die Eichel zurückzuziehen und diese zu reinigen. Mit Wasser, oder mit zusätzlichen Lotionen. Dass der sich beim Mann oftmals bildende „Eichelkas“ etwas ist, was Krankheiten und Infektionen bewirken kann, ist bekannt. Wenn’s zuhause der Papa nicht erzählt, dann hört man es spätestens vom Gesundheitsoffizier beim Barras.

Natürlich ist es dann eine Art besserer Schutz für die Gesundheit resp. Verhinderung von Infektionen, wenn die Eichel beim Mann blank liegt. Aber ich stelle mir die Frage, ob da nicht auch anderes damit gewollt ist. Die Eichel ist, so wie bei der Frau die Klitoris, beim Mann das Lustzentrum. Wenn diese nun ständig ungeschützt blank liegt, sich in der Hose reibt, dann wird es wohl so sein, dass sich hier eine Art von höherer Unempfindlichkeit einstellt, könnte ich mir vorstellen.

Das würde sich auch damit begründen, dass man die Weiblichkeit verhüllt. Wenn der typische Musel eine Frau im Gesicht oder sogar an ihren Konturen registriert, dann spielts Rambazamba in seiner Hose. Der hat sich danach nicht mehr im Griff. Möglicherweise hilft diese Beschneidung, wonach sich die Haut auf der Eichel derart abhärtet wie eine Fußsohle, dass sich dieser Sog zur Sexualität etwas vermindert. Ich weiß es nicht, ich bin nicht beschnitten, und die Musels sagen mir sowieso nicht die Wahrheit.

Nun gehen wir zur Aktualität und zur Rechtsprechung in den westlichen Ländern zu diesem Thema:

Die Diskussion darüber sowie die Ablehnung derartiger Methoden ist alt. Aber nicht bis zum Ende gebracht, weil sich da die Juden und die Musels immer dagegenstellen. Darin sind sie sich seltsamerweise einig.

Ich erinnere mich an einen Vorfall bei den Grünen im Jahre 2012. Ich zitiere:
Hannover - Drei Wochen vor der Landtagswahl in Niedersachsen haben die Grünen Ärger mit einem ihrer Kandidaten wegen abfälliger Bemerkungen über die Beschneidungspraxis bei Juden und Muslimen.
Was war passiert: Ein Kandidat für den Landtag, mit dem Namen Ulf Dunkel, hat da in seinem Stil ein Gedicht ins Netz gestellt, das eigentlich nur dafür gedacht war, diese Beschneidungen, egal ob Junge oder Mädchen, als überholt und abartig zu betrachten. Den Mann haben sie danach öffentlich an den Pranger gestellt, er wurde von der eigenen Partei derart gemobbt, dass er daraufhin seine Kandidatur für den Landtag zurückgezogen hat.

Interessanterweise aber gabs in dieser Zeit ein Urteil vom Landgericht Köln (6.7.2012), wo gerade diese Beschneidungsmethode als Unrecht deklariert wurde. Ich zitiere:
Das Landgericht Köln hatte in der vergangenen Woche die Beschneidung eines muslimischen Jungen als Körperverletzung gewertet, weil ein medizinisch nicht notwendiger Eingriff nicht dem Kindeswohl entspreche. Das Recht des Kindes auf Unversehrtheit stehe über dem elterlichen Erziehungsrecht und dem Grundrecht auf Religionsfreiheit. Juden und Muslime, bei denen die Beschneidung von Jungen im Kindesalter üblich ist, kritisierten das Urteil scharf und fordern Rechtssicherheit für ihre religiöse Praxis.
Man sollte auch wissen, dass es jüdische Organisationen, vor allem in den USA, gibt, die sich dafür einsetzen, dass die Beschneidung nicht erfolgt: Jewish Circumcision Awareness Project – JCAP

Aber es gibt mehrheitlich die Traditionalisten, die das als unabdingbar ansehen. Ich persönlich habe eine konservative Einstellung. Das bedeutet, das, was sich in Jahrhunderten als gut bewährt hat, beizubehalten, und das, was eigentlich negativ ist, Nachteile bringt oder was überdacht werden muss, zu reformieren.

Wenn wir in Europa leben, wo es genügend Wasser zur Selbstreinigung gibt, wo es eigentlich nur eine Sache der Information an die jungen Muslime und Juden ist, wie man sich sauber und dadurch gesund hält, da empfinde ich diese Methoden der Beschneidung, als unnötige und dem Gesetz nach nicht vertretbare Qual an Kindern. Für mich ist der Tatbestand der Kindesmisshandlung gegeben.
 

Unsere geliebte Führerin und Vorsitzende des Komitees für Staatsangelegenheiten der EU wünscht ihren Völkern ein frohes Neues Jahr

  von Sandokan

Donnerstag, 1. Januar 2026

Aktuelles aus der Geopolitik

von LePenseur
 
 
Da Kollege kennerderlage sich auf Urlaub befindet, hier ein kurzes Rauchzeichen aus meinem Urlaub mit ein paar Links zu interessanten Videos über die aktuellen Konflikte:
 
 
 
 

Johann Strauß: Sphärenklänge, op. 235

 
Begrüßen wir hoffnungsvoll das Neue Jahr mit einer Aufnahme aus dem Wiener Neujahrs-Konzert von 2016 ...
 
 
 

2026 ist da


Die Autoren wünschen den geneigten Lesern dieses Blogs — der heuer*) übrigens seinen 20. Geburtstag feiern wird (wenn ihn "unsere" EUrokraten nicht vorher verbieten lassen) 
 
 
EIN GLÜCK- UND ERFOLGREICHES
    
N E U E S   J A H R   2 0 2 6 !!
 
 
 
 
-----
 
 
*) für Piefkes, die dieses süddeutsche/österreichische Wort nicht kennen: "heuer" = "in diesem Jahr" — deshalb ist ein "Heuriger" ein Wein aus diesem Jahr (wobei das Weinjahr allerdings im Oktober beginnt, also bspw. ein im April 2026 ausgeschenkter "Heuriger" ein Wein des Jahrgangs 2025 ist).
 

Mittwoch, 31. Dezember 2025

Zur Blutdrucksteigerung

von LePenseur 
 
 
... trug kurz vor dem Jahreswechsel heute ein kleiner Artikel in Österreichs selbsternannter "Qualitätszeitung" DiePresse bei (wie gewohnt als Abschreibübung von der APA-Meldung):

41 Buben und junge Männer bei Beschneidungsritual in Südafrika gestorben

Jedes Jahr sterben in Afrika dutzende Pubertierende bei Beschneidungen, die nicht fachgerecht durchgeführt werden. Heuer waren es deutlich mehr als im Vorjahr.

In Südafrika sind während des diesjährigen traditionellen Beschneidungsrituals 41 Buben und junge Männer gestorben.
Was daran den Blutdruck steigert? Nun, nicht nur die Tatsache, daß wegen eines idiotischen Rituals 41 Menschen einen sinnlosen, völlig überflüssigen, vorzeitigen Tod erlitten haben, sondern der leisetreterischen Art wegen, mit der DiePresse/APA den Schwerpunkt der Kritik auf die nur zweitrangige Frage der "richtigen" medizinischen Ausbildung der Beschneider legt:
Es geht dabei um eine kulturelle Praxis, bei der pubertierende Buben in ländlichen Gegenden, oft fernab von Gesundheitseinrichtungen beschnitten und auf ihre Rolle als Erwachsene vorbereitet werden. 
Sorry, was soll dieses Bullshit-Bingo!? Pubertierenden Buben am Schniedel rumzusachnipseln hat etwa so sehr mit "kulktureller Praxis" zu tun, wie Mädchen aus Anlaß der ersten Regelblutung an den Schamlippen was wegzuschneiden. Oder Tiere durch Ausbluten verenden zu lassen (was man beschönigend "schächten" nennt, aber einfach eine grausame Schlachtungsmethode ist). Was, bitteschön, ist an solchen Bestialitäten "Kultur"? Kultur ist: Bach, Goethe, da Vinci, ein Palast von Palladio ... von mir aus noch ein Film von Ingmar Bergmann oder ein perfekt ausgebauter Bordeaux — aber ein Vorhautwegschnipseln? Geht's noch?!
 
Und inwiefern werden die Opfer der Vorhaut-Beseitigung "auf ihre Rolle als Erwachsene vorbereitet"? Was ist an einem beschnittenen Penis "erwachsener" als an einen unbeschnittenen? Das ist doch animistisch-fetischistischer Schwachsinn der Extraklasse!
 
Und man komme jetzt nicht mit dem Argument, daß "die Religion" diese Rituale gebietet. Sorry: wenn die Nazis eine Religion der "Rassenreinheit der nordischen Rasse" vertraten (und das war in der Essenz ihre Religion!) und demgemäß Mischlinge diskriminierten und Angehörige "minderwertiger" Rassen auszurotten versuchten, dann hat man diese weltanschaulichen Eskapaden mit vollem Recht abgeschafft: weil die bewußte Schädigung von Menschen aus weltanschaulichen Gründen ein schweres Unrecht ist, Punkt. Ach, aber das bisserl Vorhaut ... das ist doch kein Schaden! Wirklich nicht? Dann schlage ich Ihnen einen Ihrer Zähne aus ... wo ist der Schaden, Sie haben eh noch 31 zum Beißen, das wird doch reichen!
 
Und jetzt kommt natürlich gleich die Nazi&Antisemitismus-Keule geflogen, daß ein Verbot der Beschneidung ein ganz schröckliches Unrecht gegenüber den Juden darstellen würde, die dadurch in ihrer Religionsfreiheit verletzt würden ... denn sie würden dadurch an der Befolgung fundamentaler Gebote Gottes gehindert!
 
Also dieses "Argument" können Sie sich schieben, wohin Sie wollen! Was wäre von einem Gott zu halten, der die Genitalverstümmelung von Minderjährigen (bei Juden sogar: Neugeborenen) als "Gebot" aufstellt? Ein Gott, der Myriarden von Milchstraßen schuf (deren jede viele Milliarden Sterne enthält, um die nocht weit mehr Planeten kreisen, einer von ihnen: die Erde) — so ein Gott verlangt ein "Vorhautopfer", damit ein Volk, genauer: ein kleines Völkchen auf besagtem Planeten, bei ihm "in Gnade steht"? So ganz ernstgemeint, jetzt?
 
Solch ein Gott ist entweder ein perverses Ungeheuer (was ich nicht glaube) oder eben ein steinzeitliches Hirngespinst irgendwelcher durchgeknalltter Priester und/oder Propheten. Weg damit auf den Misthaufen der Geschichter, wo sich längst das Rausschneiden von Herzen ("damit morgen die Sonne wieder aufgehe") oder die Opferung Erstgeborener (an Baal etc.) befinden.
 
Statt diesen Skandal als solchen zu benennen, geht DiePresse/APA den bequemen Weg der Camouflage: was wirklich empörend ist, wird nicht erwähnt, sondern der Mangel an medizinischer Schulung der Kritik unterzogen. Und genau das ist der noch größere Skandal: das Wegducken vor einer Schelte durch Juden und Moslems, die an ihren barbarischen Vorhautopfern festhalten, als ob das Heil der Welt davon abhinge!
 
Wie human ist das vergleichsweise das Christentum: die Aufnahme ins  Erwachsenenalter wird durch eine Berührung der Wange durch zwei Finger des Bischofs symbolisiert, wie vorher die Taufe  nichts weiter ist als eine symbolische Abwaschung: Riten, die ungefährlicher und selbstverständlicher nicht sein könnten! 
 
Man komme mir nicht mit dem Hinweis, daß "die Kirche" vor hunderten Jahren Ketzer blutig verfolgt habe usw. ... Ja, unschön! Aber wir leben heute und nicht damals. Ich würde meinem Hausverwalter auch ja was erzählen, wenn er mir, statt die kaputte Steigleitung der Stromversorgung zu reparieren, damit kommt, daß im Mittelalter die Menschen auch keine Elektrizität hatten ...
 

Prosit Neujahr!

  von Sandokan

Ich sage schon mal Prosit und Frohes Neues Jahr! 
Denn 2026 wird sicher nicht weniger "amüsant" als das alte Jahr, das jetzt in den letzten Zügen liegt.

Der eine oder andere mag sich noch erinnern, 2025 habe ich mit einigen Nummern von Chris Rea begrüßt. Dieser hat leider am 22. Dezember diesen Jahres seine letzte Reise angetreten.
Ein guter Grund ihn auch diesen Silvester gleich zu Beginn zu setzen.
 Requiescat in pace!

 












Surprise, Surprise!

by  Meme Dept. 

 


Prof. John Mearsheimer und Max Otte: Quo Vadis Ukraine, Trump, Germany and Europe

Gastkommentar
von Reffke
 
 
Ziemlich aktuell und sehr zu empfehlen! Auf Youtube
 

... oder über https://www.neuer-weg.com/media/29968. Super mit Transscript. [[top]]

 

Dienstag, 30. Dezember 2025

... goes without saying!

by  Meme Dept. 

 


Dekolonialisierte Idiotie

von Manfred Müller
 
 
Unter dem Titel "Britische Eliteuniversität will Examen abschaffen" ätzt Hadmut Danisch über die Idioten-Förderung, die offenbar im United Kingdom grassiert:
Sie sagen, dass Examensprüfungen und die Aufgabe, Essays zu schreiben, abgeschafft werden müssten, weil sie weiße Studenten unfair bevorzugten. Die üblichen Prüfungsmethoden beruhten darauf, “smartness based on white privilege” abzuprüfen, und für Studenten ethnischer Minder-heiten seien sie schwerer. Deshalb müssten sie im Zuge der Dekolonialisierung der britischen Universitäten abgeschafft werden. Grund dafür sei, dass sie für „systemische Ungleichheiten“ sorgten und durch einfacherer Prüfungen wie „writing reflective journals“ (was auch immer das sein mag) ersetzt werden müssten.
Und dieses Land, das erkennbar "von des Gedankens Blässe angekränkelt" sein muss, um so einen Unsinn zu propagieren, will als Speerspitze des "diversen" Westens gen Russland vom Leder ziehen & China das Fürchten lehren? Das wird ausgehen wie im Fall von Merzland. 
 
Ob "genderfluider Waschbär" oder "get rid of exams [...] because they are deemed to be biased against certain groups" — die Idiotie kennt keine Grenzen! Nicht mal die des eigenen Untergangs. Obwohl die Briten damit seit 1945 schon ihre Langzeit-Erfahrung gemacht haben. Hat scheints nichts genutzt...
 

Montag, 29. Dezember 2025

Wenn du auf deinem Handy den aktuellen Silberkurs gecheckt hast ...

 von Sandokan

Gang of Four

by  Meme Dept. 

 


Etwas ganz aktuelles — und auch unglaubliches! — aus Rumänien

von Helmut
 
 
In Rumänien hat man sich verschiedentlich den Kommunismus zurückgeholt

Wirtschaftlich ist das ein von der EU angeleiertes System, in dem man die Menschen systematisch verarmt. So, wie Klaus Schwab getönt hat: „Ihr werdet nichts besitzen und glücklich sein!“ Früher, gerade in den letzten Jahren im System Ceausescu, da hatten die Leute zwar Geld, aber es gab nichts zu kaufen. Heute gibt es alles zu kaufen, aber die Leute haben kein Geld. Letztlich kommt es aufs selbe raus.

Es wird ein sehr schwieriges Jahr, dieses 2026, für viele Menschen hier in Rumänien. Die Preise steigen, insbesondere für Energie, in den Himmel. Die meisten haben das Glück, in den eigenen vier Wänden zu leben, und da kann man noch so manches selbst regeln. Z.B. das Heizen, wenn man im eigenen Häuschen wohnt, mit Holz. In den Wohnblocks in der Stadt wird’s schon schwieriger. Manche koppeln sich von der städtischen Gaslieferung ab, und stellen sich eine Propangasflasche in die Wohnung. Klar ist da höchste Vorsicht geboten, und die Meldungen über Explosionen häufen sich:


Hängt natürlich mit der Methode von EON zusammen, die das Monopol für die Gaslieferung in die Haushalte besitzt. Wenn z.B. im Winter der Gasverbrauch steigt, dann wird das Gas „verschnitten“. Es gibt Erdgas mit höherem Brennwert pro Volumeneinheit, und auch Gas mit niedrigerem Brennwert. Das in Rumänien geförderte Gas ist von hoher Qualität. Aber die Importe, z.B. aus Aserbaidschan haben niedrigere KW-Werte. Bewusst weigert sich EON, so wie in anderen EU-Ländern, die Abrechnung über KW-Messung durchzuführen, man hält (mit Unterstützung der Regierung) an der Volumenmessung fest, die „gutes“ und „schlechtes“ Gas zum selben Tarif berechnet.

Zur Justiz:

Aber die Überschrift bezieht sich hauptsächlich auf die Methoden, wie man politische Gegner bekämpft. Das war im alten Regime ähnlich. Lediglich die Zeiten des „präventiven Arrests“ waren deutlich kürzer — man konnte im Schnellverfahren eine Anklage und eine Verurteilung erreichen, auch, wenn‘s oftmals konstruiert war.

Ich habe schon mehrmals darüber berichtet, dass man zwei politische Gegner mit allen Mitteln ausschalten will. Das ist der Präsidentschaftskandidat Georgescu aus dem Dezember 2024, der den höchsten Stimmenanteil bekam und weshalb die Wahl annulliert wurde, und ein Kommunalpolitiker namens Potra, der laut dem seltsamen kommunalen Wahlergebnis im Juni 2024 von fast 20.000 Stimmen angeblich um 300 Stimmen zu wenig gehabt hätte, im Vergleich zum Amtsinhaber, der von der großen Partei in Bukarest promotet wird.

Das prinzipielle Problem: Sowohl Georgescu als auch Potra haben genügend eigenes Vermögen, um nicht nur den Wahlkampf zu finanzieren, sondern politisch auch auf eigenen Beinen zu stehen. Alle anderen sind auf den Rückhalt einer Partei angewiesen, die ihnen sagt, was sie zu tun und zu lassen haben. Klar gab es auch Kontakte dieser beiden Personen untereinander, und genau das versucht man nun, politisch zum Vorteil der Regierenden zu verwenden.

Diese konstruierten Vorwürfe hinsichtlich des Sturzes der Regierung, dann weiter in Richtung Unterstützung durch Moskau, sowie Geldwäsche und sonstige juristische Erfindungen sind durch nichts zu beweisen. Die von der Regierung unter Druck gesetzten Staatsanwälte treten auf der Stelle, weil sie keinen Beweis für diese Vorwürfe zusammenbringen. Deshalb wird auch kein Prozess eröffnet. Potra, der sich zu Beginn dieser Hetzjagd auf ihn mit seiner Familie in die arabischen Emirate begeben hatte, ist aber aus eigenem Entschluss im November wieder nach Rumänien zurückgekommen, um diese Vorwürfe endlich gerichtlich zum Abschluss zu bringen.

In dieser Beweisnot ist nun aktuell Folgendes geschehen:

Man hält Potra in dem sog. „präventiven Arrest“, der sich rechtsstaatlich mit nichts begründen lässt. Es besteht keine Fluchtgefahr, weil er ja eigenwillig nach Rumänien zurückgekommen ist, und man wirft ihm auch keine Schwerkriminalität vor. Es geht rein um politische Vorwürfe. Der Staatsanwalt hat nach einem Monat dieses Arrests einen weiteren Monat beantragt, wogegen Herr Potra Widerspruch eingelegt hat. Das Oberste Gericht hat aber diesen Arrest bestätigt, was bei der kürzlich veröffentlichten korrupten Verbindung zwischen Regierung und Justiz kein Problem darstellt.

Diese Entscheidung ist am 24. Dezember gefallen. Und nun kommts:

Am Abend des 24. Dezembers hat man Herrn Potra in ein Büro gebracht, wo sich auch Leute aus der Staatsanwaltschaft befunden haben. Ein Rechtsbeistand wurde ihm dabei nicht gewährt. Dabei wurde ihm aufgetragen, dass er gewisse Äußerungen zu Papier bringen und unterschreiben sollte, die sich gegen Georgescu richten. Offensichtlich wollte man dadurch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Als er sich weigerte, hier Unwahrheiten zu unterschreiben, drohte man ihm, dass sich seine Situation dadurch nicht verbessert. Natürlich weiß man, dass man einen Mann wie ihn, der auch bei der französischen Fremdenlegion gedient hat, mental nicht in die Knie zwingen kann, aber man hat einen anderen Hebel gefunden:

Man drohte ihm, dass man seinen Sohn, der sich zusammen mit ihm in Arrest befindet, zu verlegen, und zwar in eine Abteilung, wo sich Gewaltkriminelle befinden. Also ein klarer Versuch einer Erpressung. Dagegen hat nun Herr Potra Anzeige erstattet, wobei aber — gemäß der Anweisung der Regierung — nichts herauskommen wird.

Man stelle sich das einmal vor, was heutzutage in einem Justizsystem eines EU-Staates möglich ist, und das alles mit Toleranz von Brüssel. Kein einziges Veto kommt von dort. Die nachteilige Auswirkung für Herrn Potra und seine engsten Anverwandten: Insgesamt sind nun 60 Tage im Arrest vorgesehen, und vermutlich wird auch diese Anordnung später wieder verlängert. Denn die Staatsanwaltschaft bringt keine Beweise zusammen, die eine Prozesseröffnung zum Erfolg führen würde.

Viele wundern sich, dass so manche mittlerweile bedauern, dass man damals Ceausescu erschossen hat. Sie kommen langsam drauf, dass man damals das „falsche Schwein“ geschlachtet hat. 
 
Ich wundere mich nicht, bei derartigen Vorkommnissen.
 

Sonntag, 28. Dezember 2025

Adieu B.B.

von LePenseur
 
 
Eben las ich die Nachricht — bemerkenswert, daß sie der Versuchung widerstand, durch Operationen und dergleichen ihren verführerischen Reiz zu konservieren (was freilich fast immer dazu führt, daß uns statt einer Schönheit eine "Schönheitskonserve" anlächelt, die sich zur Schönheit verhält wie eben eine Obstkonserve zu frischem Obst ...). Sie hinterläßt ja genügend Filme und Photos, die sie im Glanz jugendfrischen Zaubers verewigten — was soll also der vergebliche Versuch, etwas davon in Rudimenten über die Zeit zu retten? Um sich doch eingestehen zu müssen: Sic transit pulchritudo mundi ... ... Doch so wird — und soll! — sie uns in Erinnerung bleiben:
 

BRIGITTE BARDOT
 
R.I.P.
 

Samstag, 27. Dezember 2025

Rauchzeichen aus dem Urlaub

von LePenseur
 
 
Musikalisches Rauchzeichen aus dem Urlaub — am 27. Dezember die 27. Symphonie von Nikolai Mjaskowski:
 





Na, schlecht?!

von LePenseur
 
 
Eine optisch angenehmere Alternative zum heutigen Tagesheiligen, Johannes Evangelista, dessen ekstatisch-apokalyptische Visionen nach der gestrigen Steinigungsdarstellung in Anbetracht der derzeitigen Weltlage nicht unbedingt die Feiertagsstmmung zu heben geneigt ist. Daher zur Abwechslung eine Maid im weißen Bikini. Ein bisserl spinnert (wie der Wiener sagen würde) ... aber hallo! Waren und sind das in dem Alter nicht fast alle ...?
 
 
 

Freitag, 26. Dezember 2025

John Mearsheimer : An Incoherent Foreign Policy

von kennererlage
 
 
Dieses Interview (24.12.) mit Prof. John Mearsheimer ist so interessant, dass ich es trotz Urlaubs verlinken will:
 
 
Ebenfalls sehenswert die Analyse der derzeitigen Lage im Interview mit Col. Lawrence Wilkerson:
 
 

Die Steinigung des Stephanus

 
Lokale Traditionen des Nahen Ostens, die sich erhalten haben. Demnächst auch in Mitteleuropa gebräuchlich ...
 
 

 
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