02 Januar 2026

'Schlandland fett, faul, verfressen, verkommen erinnert an Blackout in der DDR



Meine Schulzeit ab erster Klasse 1954 mit sechs Jahren war hart und unerbittlich. ADHS war noch nicht erfunden, Orfeigen noch nicht abgeschafft. Die rüdesten Rüpel in der Volkschule zog ein Lehrer hinter die Gardrobenwand, hinter der man seine Schläge klatschen hörte. So zwang man uns Rotzlümmel damals, still zu sitzen, zuzuhören und - bestenfalls - zu lernen. Die Schläge gaben Rüpel auf dem Schulhof oder dem Heimweg denen weiter, die nicht schnell genug weglaufen konnten. 



Zurück zu meiner Schulzeit: Mit der Aufnahmeprüfung 1958 in Münster verbesserte sich unter uns Schülern die Umgangsformen. Die Lehrer arbeiten feinfühliger, indem sie beispielsweise Faulpelzen damit drohten, dass sie es höchstens bis zum Schiffsschaukelhilfsbremser bringen würden. Mir hätte das keinen Spaß gemacht, soviel war mir damals schon klar. Ausreden wie "ich dachte mir", bügelte der Pauker brüsk ab: "Das Denken kannst Du den Pferden überlassen, die haben größe Köpfe." 


Mittlerweile basteln bestens ausgebildete Pädagogen, Sozialarbeiter, Schulbegleiter, Psychologen, Ärzte und Betreuer in ihrer Mehrzahl vermutlich weiblich daran, den Kindern ihre Schule und den Start ins Berufsleben so erträglich wie möglich zu machen. Es ist klar und freimütig eingestanden, dass mir für solche Finessen das Verständnis fehlt. 


Erstaunlich, dass Marc Tadié, Direktor des französischen Instituts für Hirnforschung, bei intensiver Smartphone-Nutzung bei zahlreichen Menschen Schäden festgestellt hat. Wenn dann Berlin für verhaltensauffällige Kinder  Schulbegleiter engagieren muss, sind die Mittel dafür auch irgendwann am Ende. In dem Maß, wie Steuerzahler die Experten der Schul- und Bildungsindustrie mit nicht schlechten Gehältern versorgen, vermehren sich die Kinderkunden der medizinischen, pädagogischen, psycholgischen Hilfs- und Heilangebote. Reicht der Ehrgeiz mancher Schüler aus bildungsfernen, prekären Kreisen ohne Aussicht auf ein opulentes Erbe einen Antrag beim Versorgungsamt ausfüllen zu können?



Einer meiner letzten Antifanten-Freunden diagnostiziert nun mit Akribie die Wurzeln meiner Denke, indem er meinen letzten Blog allerliebst rezensiert.

Jetzt ist mir schon klar, woher deine neurechten Wurzeln stammen. An dir ist das Wesentliche der Studentenrevolte völlig vorbeigegangen, denn Aussteigertum und Drogen waren es nicht. Du bist in der postfaschistischen Adenauerzeit steckengeblieben, in der wir aufgewachsen sind. Alle kritischen und antifaschistischen Geister wurden im 3. Reich in KZs ermordet oder sind geflüchtet. Übrig blieben all die Nazis, die dann in der Adenauerzeit das Sagen hatten und die wir als Lehrer hatten. Über diesem braunen Sumpf ein bißchen von den Amis und Russen verordnete demokratische bzw. sozialistische Tünche. 
Diesen Saustall auszumisten samt dem erstickenden moralischen Korsett, darum ging es in der Studentenrevolte. Mitnichten ein jugendlicher Irrweg. Es war ein Befreiungsschlag, von dem das Land enorm profitiert hat. Abgesehen von den armen Brüdern und Schwestern in der SBZ, genannt Ostzone und DDR, die heute für die AfD jubeln und in ihr die glorreiche Verheißung sehen. Halleluja! 
Heute kommt die AfD wieder mit dem alten Schmarrn daher mit den Frauen für Kinder und Küche, Tradwifes. 



Die prächtige KI-Komposition in blau inspirierte den Antifanten-Freund von der Münchener Volksfront zu weiteren intellektuellen Hochleistung:

Das Bild ließe sich unschwer umgestalten in braune und schwarze Uniformen und Hakenkreuzfahnen. Das würde wunderbar ins heile deutsche Weltbild des 1000-jährigen Reichs passen. Blonde blauäugige Kinder, Arier versteht sich, sauber frisiert und gescheitelt, gesittet am Tisch, begeistert in der HJ für Deutschland und den Führer. Der Vater in schwarzer SS-Uniform, geschult und gestählt in einer Ordensburg. An der Wand ein Bild vom Führer. 




Aha, so sieht der gute Mann meinen Blog und dessen Bilder. Daher ist mir der Münchener Freund lieb und teuer, weil von ihm solche wertwollen Anregungen kommen, die die andere Seite der Medaille zeigen. Seine Seite.



Auch Sonneberg brüstet sich mittlerweile auf Facebook mit solch prächtigen Burschen der Antifa. Ob sich so anarchische Antifanten so sehen?

SonniLeaks
**Sensation in Südthüringen: Die „Antifa Sonneberg“ ist da — mit Demogeld-Kassenautomat, Fördermittel-Drive-In und Expertenkommission für Pappplakate**
In Sonneberg wurde Geschichte geschrieben: Die „Antifa Sonneberg“ hat sich gegründet — selbstverständlich nicht öffentlich, sondern in einem symbolträchtigen Hinterzimmer mit Sofas aus Upcycling-Paletten.
Schon kurz nach der Gründung, so berichten Quellen aus der rechten Gerüchte- und Fantasieökonomie, sei der obligatorische Demogeld-Kassenautomat eingeweiht worden. Mit kontaktlosem QR-Code-Scan gibt es 20 Euro pro Transparent, 5 Euro pro Trillerpfeife — und wer besonders engagiert „dynamisch herumsteht“, erhält Bonuspunkte im Loyalitätsprogramm Antifa Plus.
Die Finanzierung? Laut den üblichen Erzählungen natürlich bestens abgesichert: Man munkelt, ein geheimnisvoller Großunterstützer — nur bekannt als „der Mann mit dem Jutebeutel“ — erscheine regelmäßig mit einem Lastenrad voller Förderanträge. Diese würden anschließend von einer Expertengruppe geprüft, bestehend aus drei Soziolog*innen, einem freiberuflichen Sticker-Designer und einer Person, die hauptberuflich Workshops über „kritisches Sitzen im Plenum“ anbietet.
Damit nichts dem Zufall überlassen wird, finden wöchentlich Fortbildungen statt. Im Programm unter anderem:
– synchrones Nicken bei Grundsatzreden,
– empathisches Kopfschütteln bei Talkshow-Zitaten,
– und der Aufbaukurs: „Richtiges Halten eines Pappplakats im Dauerregen — mit einem Bier in der anderen Hand.“
Zur Motivation wurde außerdem ein Foodtruck eingerichtet, der vegane Demokraft-Snacks ausgibt, damit niemand aufgrund von Eiweißmangel vergisst, wogegen er gerade protestiert. Für größere Einsätze steht angeblich ein mobiler Fördermittel-Drive-In bereit, an dem man ideologische Aufladung und Belegquittung im Kombi-Menü erhält.
Lokale Kritiker sind sich sicher: Hinter all dem stecke ein streng geheimes Netzwerk irgendwo zwischen Kulturförderung, Weltsteuerungs-Thinktank und der unsichtbaren Hand der internationalen Club-Mate-Lobby — jedenfalls klingt es in den Kommentarspalten so.
Doch jenseits all dieser Mythen, Überzeichnungen und Klischee-Karikaturen bleibt etwas, das sich nicht so leicht wegsatirisieren lässt: Hinter der „Antifa Sonneberg“ stehen Menschen, die sich engagieren, weil sie überzeugt sind, dass Hass, Ausgrenzung und Geschichtsvergessenheit keine harmlose Randerscheinung sind. Ihr Slogan lautet:
**„Weil Faschismus kein Spielzeug ist.“**
Und genau dieser Ernst macht klar: So bequem die Gerüchte auch klingen mögen — das Thema, um das es ihnen geht, ist am Ende alles andere als ein Witz.



Es war einmal, dass Mann und Frau biologisch darauf aus- und eingerichtet waren, die Art zu erhalten.



Dazu schreibt Rocco Burggraf im rächds Stil bei Facebook:

Systemisches zum Jahresende
Beim Spazierengehen und Philosophieren, noch dazu in sonniger Natur, muss man nicht unbedingt in evolutionäre Dimensionen vordringen. Tut man es doch, kann es passieren, dass sich aus vielen Beobachtungen und Banalitäten plötzlich ein Bild ergibt, das man eigentlich ganz gern wieder aus dem Kopf herausbekäme. 
Ausgangspunkt meines heutigen intensven familiären Wandergesprächs, war die über allem schwebende einfache Frage, warum hochentwickelte Gesellschaften überall auf der Welt ihr Gefühl für Bedrohungen, ihre Identität, ihre Errungenschaften, ihre Reproduktion verlieren und von tribalen, patriarchalen, nach gängigen Wertevorstellungen auch nicht als sonderlich intelligent zu bezeichnenden Sozialisationen förmlich aufgefressen werden. Und zwar in erschreckendem Tempo. Die Diskussion über das leidlich beunruhigende Phänomen der "spätrömischen Dekadenz", um das es ging, begann mit zwei (leicht abstrahierten) Alltagsbeobachtungen.
1. Eine mittelmäßig aussehende Frau kann in den meisten entwickelten Industrienationen westlicher Prägung jederzeit in einen Club gehen und einen Mann abgreifen. Sie kann überhaupt immer und überall relativ leicht eine Beziehung eingehen und längere Zeit aufrechterhalten. In der Hinterhand bleibt ihr die Option, den Partner bei entsprechenden Möglichkeiten gegen ein Exemplar mit noch höherem Zugewinnversprechen einzutauschen. Je attraktiver das Weibchen, um so leichter geht es von der Hand. Exakt dies findet millionenfach statt. 
2. Ein mittelmäßig aussehender Mann hingegen hat diese Möglichkeit der Partnerwahl jetzt immer öfter nur noch dann, wenn er - dies ist in zahllosen Studien hinreichend belegt - einen vergleichsweise hohen sozialen Status aufzuweisen hat. Ist dieser besonders hoch, wird der Mann statistisch gesehen wahrscheinlich mehrere Partnerinnen schwängern und "verbrauchen". Verliert die Partnerin im Zuge der Fortpflanzungsprozesse irgendwann an sexueller Attraktivität, wird sie in westlichen Gesellschaften oft genug durch jüngere, attraktivere ersetzt. In patriarchalen polygamen Gesellschaften wiederum verbleiben ihr noch haushälterische Tätigkeiten im Familienverbund.

Es handelt sich hierbei um ein wiederkehrendes einfaches selektives Prinzip. Ein über Millionen Jahre eingeübtes natürliches Verhalten von Lebewesen, dass auf Konkurrenz und gestärkte Resilienz als Entwicklungsfaktoren setzt, allerdings auch eine dramatische, bei uns in Vergessenheit geratene Kehrseite hat. Es handelt sich um ein Dasein, bei dem sehr viele Männer - die nämlich ohne ausreichenden sozialen Status - in geringerem Maße auch Frauen ohne hinreichende sexuelle Attraktivität sozial auf der Strecke bleiben. Sehr wenigen Gewinnern stehen sehr viele Verlierer gegenüber. Haben die Verlierer keinen Zugang zu familiären oder staatlich organisierten Sicherungssystemen, müssen sie in einen schwierigen Konkurrenzkampf eintreten, der oft genug und buchstäblich mit dem Messer zwischen den Zähnen und dann den Kontrahenten ausgetragen wird. Aber auch die moderatere Variante des Konkurrierens ist bereits wieder allgegenwärtig.
In den eingewanderten patriarchalen Sozialisationen inmitten europäischer Städte, kann man dies unschwer daran erkennen, dass Männer auf ihr äußeres Erscheinungsbild achten. Bis hinein in unterste soziale Schichten tragen sie gebügelte Hemden, haben Gefühl für Mode, Farben, Sauberkeit und Duft entwickelt. Man achtet auf getrimmte Bärte und satisfaktionsfähige Frisuren. Man ist trainiert und kampfbereit, in familiären Strukturen gut vernetzt, selten einsam, achtet auf Respekt vor Lebenserfahrung. Religionen sorgen für Regeln, Zusammenghörigkeit und Herrschaftsanspruch. Status und Wehrhaftigkeit sind entscheidende, als solche auch erkannte Werte! 
Dies alles steht im signifikanten Widerspruch zu einer sichtlich verlotterten westlichen Kultur, in der Fettleibigkeit, ungepflegtes Äußeres, dreckiges herunterglatschtes Schuhwerk und fettige Haare zum massenhaften gängigen Erscheinungsbild sowohl bei Frauen als auch bei Männern gehören. Man muss gar nicht weiter ausführen, wie es in Fragen sozialer Vernetztheit, ethnischer Zugehörigkeit oder bei körperlichen Auseinandersetzungen mit und ohne Waffen aussieht. Kindern werden im Sportunterricht keine Ranglisten, keine Wettkämpfe und im Fußball mitunter keine Tore mehr zugemutet. Immer weniger Eltern autochthoner Europäer sind zu sehen, die ihre Kinder noch zur Einhaltung bestimmter Regeln anhalten. Eine lebendige Religion, die dies noch bewerkstelligen könnte, existiert nicht mehr. Weite Teile der westlichen Gesellschaft sind schon aus rein demografischen Gründen müde, orientierungslos, gebrechlich, hilfsbedürftig. Sie haben Existenzkampf verlernt.




Wem jetzt instinktiv danach ist, zahllose Gegenbeispiele aufzuführen, sei ein Moment des Nachdenkens empfohlen. Denn die Tendenzen und auch das Ergebnis sind völlig eindeutig. Im Innenverhältnis zugewanderter tribaler Kulturen zu den schon länger hier Dahinsiechenden herrscht ein latentes Grundgefühl: Verachtung!
Die sich womöglich im Rückblick noch aufdrängende Frage, warum dann nicht diese tribalen, sondern die westliche Kultur im Zuge der technologischen Entwicklungen einen kollosalen Aufschwung hervorgebracht hat, von dem die halbe Welt heute immer noch zehren kann, hat zunächst mit der banalen Erkenntnis zu tun, dass sich Gesellschaften mit Produktion und Handel unter friedlichen Bedingungen weitaus schneller entwickeln als jene, die ihre Ressourcen im ständigen Kampf verbrauchen. Ein Verdienst christlich-abendländischer Kultur und folgender Aufklärung. 
Zur notwendigen Befriedung auch des innergesellschaftlichen Alltags diente ein, wiederum vom Christentum eingeführtes dogmatisches Prinzip im Umgang der Geschlechter miteinander: Die Monogamie. Unattraktive Frauen und vorallem die Männer ohne nennenswerten sozialen Status hatten nun plötzlich enorm verbesserte Chancen, ihrerseits Familien zu gründen, Existenzen aufzubauen, "in aller Ruhe" die bislang in der Natur geltenden Prinzipien erbarmungsloser Konkurrenz zu vergessen und sich ihrem Arbeitsleben zum Wohle der Gemeinschaft zu widmen. Freilich mit allen Reibungsverlusten, die erzwungene soziale Normen so mit sich bringen. Diese Entwicklung jedenfalls hat nun ganz offensichtlich ihr Ende erreicht. Das komplexe kapitalistisch-staatswirtschaftliche Wohlstandssystem der Gegenwart blockiert sich vor allem in Ermangelung einer schützenswerten und fortsetzungswürdigen gemeinsamen Identität selbst. Und das weltweit in ähnlicher Art und Weise. Nicht gesagt ist damit, dass eine sozialistisch-planwirtschaftliche Organisation des Wirtschaftens hier eine Alternative wäre. Die beschleunigt den Verfall noch weiter und löst auch das Demografieproblem mitnichten.
Zur Illustration - mit Südkorea blickt aktuell eines der gehyptesten Länder der Welt, (so wie fast alle "Tigerstaaten") auf den nahenden demografischen Supergau. Die schlichte Zahl von 0,7 für die dort gemessene Geburtenrate heißt nichts anderes, als dass die autochthone südkoreanische Bevölkerung innerhalb einer Generation, das heißt bis etwa 2050 auf 30% zusammengeschmolzen sein wird. Ähnliche Entwicklungen drohen in allen Wohlstandsregionen der Welt. Mithin - es scheint, als ob es bis auf Weiteres einfach keine angemesene Reaktion auf das Ende der Wohlstandsgesellschaften als historische Sondersituation mehr gäbe. Die wenig erbauliche These für die nähere Zukunft lautet deshalb: Künftig wird überall auf der Welt wieder sehr viel archaischer und intensiver um Macht, Ressourcen und Überleben gekämpft werden. In Kriegen. In Städten. In Beziehungen. 



Hoffnung erwächst allenthalben aus der Erkenntnisfähigkeit jüngerer Generationen. Es ist zu beobachten, dass junge Menschen auch im Westen beginnen, die benannten Probleme als für sie existenzgefährdend zu erkennen und wieder mehr auf disziplinierte, strategisch angelegte Lebensführung zu achten. Bleibt zu hoffen, dass sie nun auch noch feststellen, dass vor allem ein Leben ohne Kinder sehr schnell in einer persönlichen Sackgasse münden wird.





Nun ist es mit einem Kind wie mit der Kunst, von der Karl Valentin meinte, dass sei schön - mache aber viel Arbeit.


Blackout in der DDR


Der Film aus Oberhof hat mich mehr als einmal tief beeindruckt - um nicht das emotional gesteigerte Wort erschüttert zu gebrauchen. Gerade zur Jahreswende in 'Schlandland sollte man sich das "Spektakel" wirklich einmal oder wieder einmal ansehen.

1.1.1979 - Blackout in der DDR (mVuT)
DT, Dienstag, 30.12.2025, 02:42 3133 Views
bearbeitet von DT, Dienstag, 30.12.2025, 02:56



https://www.youtube.com/watch?v=55ryLCY6hAM


DT aus dem DGF textet dazu:

Wir können uns schon einmal auf so etwas vorbereiten. Der Film zeigt sehr schön, wie das damals in der DDR war.

Die Namen der Verantwortlichen für die gezielte und vorsätzliche Zerstörung unseres Stromnetzes und unserer Versorgungssicherheit kann man sich jetzt schon einmal aufschreiben:

Angela Merkel, Patrick Graichen, Robert Habeck

Die zu erwartenden Toten als Folge dieses kommenden Blackouts gehen auf ihr Konto.

Hier die Dokumentation zum Februar '79, als der Winter zurück kam:



https://www.youtube.com/watch?v=dHpSTPlWxZA


Was geht davon heute noch? Die Ahr und die linksdrecksgrüne Versagerin Anne Spiegel und ihre Schergen und ihr Nichtstun und das Zurücklassen der Helfer am Nürburgring und am Haribo-Gelände zeigen, wie das heute ablaufen wird beim kommenden Blackout.


Es gibt pro Dorf vielleicht noch 1-2 Bauern mit Traktoren, keine 40 mehr. Überall nur linksgrüne Gen Z Jugend, die nichts mehr kann ohne Smartphone. Die Bereicherer und ihre AMGs fahren dann auch nicht mehr.


Febraur 1979: Fast siebzig Stunden mussten 150 Kernkraftwerksbetreiber die Stromversorgung der DDR aufrecht halten, bis Hubschrauber die Menschen ausfliegen und Ersatzmannschaften bringen konnten. Schnee und Eis hatten Straßen- und Schienenverbindungen zwischen Greifswald und Lubmin unterbrochen, dass nicht einmal mehr Schneefräsen auf den Gleisen oder Panzer auf den Straßen durchkammen. Und heute?








Gibt es zum Jahreswechsel eine stille Übereinkunft klerikaler, Kulturschaffender, medialer und politischer Profis Durchhalteparole voller Optimismus wie Putin im Kreml-TV zu verbreiten?



Don Alphonso schreibt sich einen Text von 12 Minuten Lesedauer zusammen - alles soll bleiben, wie's war.

Soweit liegen Stuttgart, München und Ingolstadt nun aber auch nicht auseinander. Muss denn aber ausgerechnet ein vielfach verurteilter Hetzer wie Akif Pirincci mit einer Suada aus purer Säure nach der nächsten das offiziell verordnete Wohlgefühl vergiftetn?


Dass 'Schlandland "kein Einwanderungsland wäre sondern Invasoren ins Land einlädt", kann so oder ähnlich nur Akif texten.



Viele Kuscheltiere, die herzige Mädel und Frauen beim Einzug der Invasoren - sorry der Flütilanten - am München Hbf 2015 noch mit Kußhändchen verschenkt hatten, werden zehn Jahre später als Sondermüll entsorgt.



Mich erstaunten mehr noch als all die Neuankömmlinge am München Hbf die Hier-schon-länger-Lebenden.


Kuscheltiere, Schlafmatten, Wasserflaschen und was nicht alles verschenkten die vom Herzeleid der Flütilanten Ergriffenen. Das muss man gesehen haben, daran sollte man sich erinnern.



Wie gerührt und mitleidend empfanden fühlende Zeitgenossen, solch prächtige, junge Männer von ihrer langen, gefahrvollen Wanderungen durch fremde Länder und ferne Zeitzonen so erschöpft - aber glücklich geborgen - liegen zu sehen! Konnten sich nicht Hundertausende über die aufblühende, mit Geld überschüttete Asylindustrie freuen, weil sie dort eine wunderbare Aufgabe und Anstellung fanden?


Mittlerweile feiert gleichsam ein explosives Gemisch zu Sylvester in Berlin, was zu "Russischer Fantasie" anregt. Nach dem Fest auf der Kölner Domplatte fantasierte vor zehn Jahren ein Hetzer wie Pirincci von der "Freigabe des Fickviehs". Kam Akif für seine lausige Lyrik nicht vor den Kadi?



"Don Alphonso, meist im legalen Rahmen" hat Spass wie die meisten in 'Schlandland. Noch können bezahlte Blockwarts wie von HateAid nicht alle "Volksverhetzer und Wehrkraftzersetzer" einsacken und mundtot machen.


Doch im "legalen Rahmen" zu bleiben, wird für Autoren abseits des Mainstreams immer schwieriger. Zum Einen ändert sich der "legale Rahmen" laufend, zum andern sind zahlreiche verfluchte Parolen aus der Vogelschißperiode wie "'Schland schlaf"" "'Schlandland verrecke!" (oder heißt das anders?) verboten, strafbewehrt - weil voll "Nadzi". Was aber "Nadzi" ist, ist des Teufels.


Fromme Schäfchen hören glutgläubig auf ihren Guten Hirten. Selbst nach zehn Jahren Asylindustrie, Kampf gegen CO2 und Putin, Deindustrialisierung und Degrowth haben fast nie irgendwo wie Sylvester 78/79 in Oberhof/Thüringen die Lichter ausgehen lassen. Bislang hat 'Schlandland mehr Glück als Verstand gehab.


Für mich steht fest: Die Grablegung der Kuscheltiere ist unausweichlich. Das Ende der Kuscheltierromantik eines leistungslosen Grundeinkommens zeichnet sich ab. 


Giovanni di Lorenzo von der ZEIT und sein bürgerliches Publikum mögen die plakative Sensationsmasche der BILD als anstößig empfinden. Zweifelslos leben Wohlhabende in einem bewachten Ghetto angenehmer als Dealer, Kleinkriminelle, Bürgergeldempfänger, Rentner und geringfügig Beschäftigte im Glasscherbenviertel. Im Fantasialand mag man sich noch mit "La vie an Rose" oder "Paint it black" irgendwo, irgendwie nach Gusto oder Veranlagung einrichten. Mir ist mein Geschreibsel ein unterhaltsamer Zeitvertreib bei langen Winterabenden im gut geheizten Wohnmobil. So sollte es auch für Leser, so es sie gibt, sein: Unterhaltung. 


Im übrigen scheint es angebracht, dass selbst Menschen, die hier mit Deutsch als Fremdsprache anfangen, Lesen und Schreiben lernen. So wappnet man sich gegen die Gefahren des Alltags.



Wie mein hochverehrter Premium-Pöbel-Prophet-Pirincci zu hetzen nicht müde wird, werden es immer mehr, die 'Schlandland geschenkt bekommt. 




 Und die erste Rezension rückt klar, was missverständlich bei mir anklingt. 




. Geschichte .



p.s.: Korrekturen - wenn überhaupt - später

27 Dezember 2025

Familie, Frauen, Freunde, Jobs, Autos, GAP, Einsiedl, Allersberg


 Mein geliebter Premium-Pöbel-Poet-und-Prophet "Der-Kleine-Akif" inspiriert mich, von mir als Aussteiger zu berichten. In wohl behütetem Elternhaus aufgewachsen hätte mehr aus mir werden können. Doch die verdammte 68iger Ideologie brachte mich zehn Jahre lang auf Abwege, die sich nur mit gewaltigen Anstrengungen korrigieren ließen. Warnungen vor jugendlichem Wahn ersetzen keine Enttäuschungen. Doch sollte sich selbst nicht klar machen, was und warum man wie getan hat? Ein Versuch....


Nach meiner Geburt am 14. Februar 1948 ging es langsam, langsam aufwärts in unserem ruinierten Land. In zerbombten Trümmerstädten begann der Wiederaufbau.


Großvater war wohl als Ministerialdirigent im Reichspostministerium so gut vernetzt, dass dies geholfen haben mag, seinen Sohn, meinen Vater, vom Krieg in Rußland abzuziehen und in der Feldpostverwaltung in Paris weiter zu kämpfen. 


Vater, Jahrgang 1906, diente als Volljurist in Paris als Staboffizier im Rang eines Oberstleutnant bis zum Abzug. Mit seiner ersten Frau hatte er zwei Söhne, Jahrgang 1939 und 1941. Doch die junge Wehrmachtshelferin, Jahrgang 1920, musste ihn wohl in Paris fasziniert haben. Nachdem seine erste Frau gestorben war, wurde eben diese Wehrmachtshelferin seine Frau und meine Mutter. Die Familie bezog eine Dienstwohnung im Postamt Bielefeld. Dort blieben wir bis zu meiner zweiten Volksschulklasse, dann wurde Vater nach Münster, später nach Dortmund versetzt.

Mutter stammte aus einer Lehrerfamilie bei Danzig. Sie spielte wunderbar Klavier, beispielsweise Beethovens Mondscheinsonate. Vater kümmerte sich pflichtbewußt bis zur Pensionierung als Vizepräsident der Oberpostdirektion Dortmund unermüdlich auch um seine vier Söhne. Dass sein ältestester mit einem Plattenspieler und Elvis Presley Platten ankam, konnte er kaum verstehen. Für mich begann mit Blues, Rock, Woodstock eine neue, eine andere Zeit, die mit dem Vergangenen so brechen wollte wie heute Klimakleber mit der Mobilität der Diesel-Dieters. Was zählte da noch in meinem jugendlichen Leichtsinn Tradition?  Familienstammbaum? Einsatz? Pflicht? Anstrengung? Disziplin?



Als langer Schlaks mit Brille und krummen Rücken startete 1964 im Dortmunder Stadtgymnasium der Endspurt zum Abitur. Fünfzehn Klassenkameraden bestanden dort im Herbst 1966 die Prüfungen, eine davon weiblich. Abitur war damals eine große Sache.

Laut GROK-KI stieg der der Anteil Abiturienten bis Ende der 60iger Jahre auf 10 Prozent:  

Historisch stieg sie von unter 10 % in den 1960er Jahren auf über 40 % heute (Daten des Statistischen Bundesamts und BPB).
Damals - ab 1966 - standen uns nach erfolgreichem Studium als Akademiker bei dem Bedarf an Arbeitskräften viele Wege zu gehobenen Positionen offen.


Beim 50jährigen Treffen der Abiturienten 2016 beschreibt mein Blog  verwundert, was aus unserer alten Schule in fünf Jahrzehnten geworden war. Vor zehn Jahren lebten bis auf drei noch alle Klassenkameraden, mittlerweile ist fast ein Drittel der Klasse gestorben. Meine Kameraden wurden honorige Doktoren, einer Professor. Ein halb Dutzend wohlbestallte Studienräte, ein hoher Brüsseler Staatsbeamter, Juristen, Apotheker, welterfahrene Handelsreisende in Stahl, Eisen und Motoren, Ärzte allgemein oder speziell für Zähne oder Kinderchirurgie, wir blickten auf ein reiches, erfülltes Arbeitsleben zurück. Die meisten haben Eigenheime gepflanzt, mit Frauen, Kindern und Enkel bevölkert. In grünen Oasen verzehren Wert schöpfende Funktionseliten ihrer harten Mühen hohen Lohn.
 


Einer meiner Klassenkameraden schrieb mir vor zehn Jahren:

Hallo Erhard, alter Haßprediger,
wenn Du nicht aufhörst, mich mit Deiner AfD-Progaganda zu belästigen, werden alle Deine Mails an mich automatisch gelöscht.
Heute liest man wie bei Frau Schneider der WELT solch neckisches Sätzchen hinter der Bezahlschranke - etwa eine "Haßpredigt"?:
„The Babylon Bee“: „Bahnbrechende neue Studie belegt: Islamophobie könnte teilweise dadurch verursacht werden, dass Muslime ständig Menschen töten.“ 
Anschauungen änderten sich in den letzten zehn Jahren in die Richtung, welche Pegida-Spaziergänger ahnten. Der Leser, so es ihn gibt, möge sich an Abschweifungen vom Thema gewöhnen. 

Im Herbst 1966 begann mein erstes Semester Elektrotechnik an der RWTH Aachen. Das Studium unterbrach ein 18monatiger Grundwehrdienst 1967/68. Meinen Unteroffizierslehrgang in Koblenz versemmelte mein mehr oder minder versoffenes Aussteigertum, welches mich etwa zehn Jahre lang auf ungeahnte Ab- und Irrwege führte - bis zur Geburt meiner Tochter 1978. Pirincci schreibt über Aussteiger:

Es gab damals ein geflügeltes Wort: Aussteiger. Aussteiger war jemand, der in Wahrheit von gar nichts ausstieg, sondern eine Vollkaskoversicherung namens deutscher Paß besaß, so daß er, wenn er sich als Post-Hippie bei seinem etwas länger geratenen Urlaub auf Bali den Arsch brach, mit einem Linienflug der Lufthansa in ein erstklassiges Krankenhaus in Deutschland geflogen wurde.

Gerade 20 Jahre alt geworden, zog mich in Aachen meine erste Freundin und das 68er-Chaos in seinen Bann. Als Aussteiger versaute Drogenmißbrauch wie Mescalin, LSD, Marihuana und Alkohol meine Gesundheit. Streß, Schlaflosigkeit, schlechte Ernährung und Drogen quittierte mein Körper 1971 mit Wochen schwerer Krankheit. Die nächste Frau stabiliserte mich halbwegs. Sie wurde am 11.11.1971 meine erste Ehefrau. Mit ihr setzte sich meine Aussteiger-Karriere  1972 als Almhirte fort. 



Der Sommer 1972 war wundervoll und heilsam auf 1881 Meter Höhe mit Frau, Kälbern, Ziegen und Schafen, Milch von den Ziegen, Wasser von der Quelle, Feuerholz aus dem Wald und Licht von der Gaslampe. 



Von Aachen aus waren wir auf einem geschenkten Motorroller Heinkel-Tourist, Baujahr 1959, auf die Alm gereist. Nach dem Almabtrieb fuhren wir mit dem Roller nach Marokko.


In der marokkanischen Königstadt Rabat ließ mich ein weiterer Herbstmonat mit landesüblichen Rauschmittel weiter "aussteigen". Danach musste der Heinkelroller uns ins kalte Land bei beginnendem Schneefall heim bringen. Die erste Ehefrau verließ nach unserem Sommer auf der Alm und der gemeinsamen Marokkofahrt unserer ärmliches Leben. Meine Frau zu verlieren, setzte mir arg zu. Doch das Leben und die Liebe ließ mich nicht im Stich. Doch es brauchte einige Jahre, den Verlust zu überwinden.

Zum Glück kam die nächste Frau 1977. Die brachte mich schon schwanger am 21. März 1978 ein zweites Mal zum Standesamt, was damals in Aussteiger-Kreisen als "Erleuchtungsdatum" des indischen Weltmeister Bhagwan Shri Rajneeh gehandelt wurde. Unser politisches Kabarett mit eigenen Liedern  war nicht zu vermarkten und damit abgewrackt.


Mit der Geburt unserer Tochter am 2. September 1978 war mein laues Leben als Aussteiger vorbei. Schluß mit brotloser Kunst als Liedermacher, Polit-Kabarettist, Schriftstelzer und Wortwälzer. Vom zotteligen Almhirten in Arbeitskleidung, vom lausigen Liedermacher brachte mich Not und Ehrgeiz auf der Karriereleiter voran - als Versicherungsvertreter. Mein gepflegtes Auftreten im Anzug machte sich schnell bezahlt. Um Geld als Vertreter zu verdienen, war unser erstes Auto, eine gebrauchte Citroen-2CV-Ente, gut genug. Nach knapp einem Jahr ging die wilde Vertreterfahrerei durch München und Oberbayern mit der nächsten, fabrikneuen Ente weiter. Die kostete 8.000 Mark. Denn mit dem Job floß gut Geld in die Familienkasse. In einem Jahr brachte das windige Fahrzeug 40.000 Kilometer auf die Uhr, gut verkauft gab es für 15.000 DM einen gebrauchten Passat Diesel Kombi mit 55 PS  - in gelb. Mein Töchterchen nannte das Auto "Banane".


Der zweiten Ehefrau reichte es nicht, als Mutter, Hausfrau mit Garten, Brotbacken für Kind, Katze und mich zu sorgen. Um Abwechselung in unser Leben zu bringen, leisteten wir uns vom Dezember 1980 bis Anfang Februar 1981 zu dritt eine zweimonatige Aussteiger-Reise nach Poona zum Weltmeister Bhagwan. 


Als erfolgreicher Versicherungsvertreter hatten wir Geld genug. Zusammen gelegter Jahresurlaub 1980/81 ermöglichten uns zwei Monate Poona in der Kommune von Meister Bhagwan. Allerdings war der Streß mit Job und Ehefrau zuviel für mich, weshalb meine Lunge am 24. April 1983 spontan riss und mich für eine Zeit lang flach legte. Das war "zufällig" Vaters Geburtstag, den meine Provokationen genug geärgert hatten. Mit der Erkrankung war schließlich Schluß mit der Karriere - bald danach auch mit Frau und Kind. Wir lösten unsere gemeinsame Wohnung bei München auf und zogen in eine Bhagwan-Kommune nach Aachen. Diese Kommune verlegte Ma Anand Sheela, Bhagwans Sekretärin, auf Geheiß des Meister nach Köln.


Meine Geschichte mit Bhagwan entstand auf meiner siebten und letzten Indienreise. Meine Erlebnisse sind als Buch zu kaufen, als PDF frei im Download oder auf einzelnen Web-Seiten abrufbar - mit 174 Bildern zumeist aus Indien.

Meine Karriere als Versicherungsvertreter in München endete also, obgleich mir schon der nächste Karrieresprung zum Bezirksleiter geglückt war. Doch unsere kleine Familie zog mit Sack und Pack in die Aachener Bhagwan-Kommune, weil es mir unmöglich gewesen wäre, meine Tochter im Stich zu lassen. Doch in der Aachener Bhagwan-Kommune war bald für mich kein Platz mehr.


Denn die Spannungen mit meiner Ehefrau, Mutter meiner Tochter, waren belastend für den fröhlichen Kommune-Frieden, nachdem sich mir eine attraktive indische Schönheit als Entspannung von harten Arbeits- und Ehejahren angeboten hatte. Die wollte natürlich auch einen Platz in der Rajneesh-Kommune mit mir. Doch der Bischof der Kölner Rajneesh-Kommune wollte uns beide nicht. Mich schmiß er raus, obgleich gerade erst der Umzug in die Aachener Commune etwa 15.000 Euro gekostet hatte. Er wies mich an, in die USA-Kommune zum Meister persönlich zu reisen, um sich mir vom Hals zu schaffen. 

Nun gut. Darauf ließ sich 1983/84 als Aussteiger mein erarbeites Vermögen aus dem Erlös von Auto, Revox-Tonband, Stereoanlage, E-Piano in den USA gut verjuxen. Bhagwan war Ende 1981 mit seinen treuesten Schülern in die USA umgesiedelt. 


Auch wenn mich der Meister am 2.2.1981 als Schüler "Schöner Platz von Glückseligkeit" getauft hatte - für mich klang das wie "Heißer Platz der Hölle". Doch auch die Schönen im Sheela-Style in Bhagwans USA-Kommune befanden mich unbrauchbar für ein gedeihliches Kommunarden-Leben. Folglich schmiß mich die USA-Rajneesh-Commune raus wie zuvor der Bischof Ramateerhta aus der Kölner-Commune.


Meine Aussteigerei brachte mich nach Monaten in der Rajneesh-Kommune und auf Reisen durch die USA und Mexiko nach etwa einem Jahr zurück nach Köln. 

Meine Zeit in der USA-Bhagwan-Kommune, meine Reisen durch die USA und Mexiko endete im Oktober 1985 mit Rückkehr nach Köln. Dort mit einem Koffer angekommen begann mein Kampf um die nächste Karriere. Sie begann mit einem gebrauchten, grauen Mercedes-Benz 240-Diesel mit Schiebedach und 65 PS.



Meine seit Jahren eingeübten Klavier- und Liedkompositionen waren mir nach dem langen Auslandaufenthalt nicht mehr geläufig. In Deutschland erarbeitete mein Freund "haha", der widrige Sängerknabe, mit mir ein kleines Unterhaltungsprogramm, mit dem wir etwa ein halbes Jahr durch die Gegend rund um Aachen und Köln tingelten - im dicken Daimler. Neben einigen Gespielinnen aus der Szene der rotgewandeten Bhagwan Jünger erfreute mich nach der Scheidung von der zweiten Ehefrau eine junge Schöne als nächste Lebensabschnittsgefährtin. 



Wie es der Zufall so wollte, zogen wir beide gemeinsam aus Köln in eben ein Zimmer der Wohnung, welches mit der ehemaligen Ehefrau und unserer Tochter Jahre zuvor unser Domizil gewesen war. Um mich beruflich zu fördern,  qualifizierte mich das Control Data Institut München in 18 Monaten 1987/88 zum Datenverarbeitungskaufmann. Damit war nach meiner Karriere als Almhirte, Versicherungsvertreter ein respektabler Berufsabschluß in meinem 40. Lebensjahr erreicht. Mein anschließender Job als Strichcode-Experte ließ mich weit in Bayern herumkommen, um der Industrie Strichcode-Drucker und Leser zu verkaufen. 


Passend zu meiner jungen Geliebten und meinem Job war mein damaliges Fahrzeug der Peugeot 505 GTI Turbo mit Bordcomputer und 148 PS das leistungsstärkste Fahrzeug in meinem Leben. 

Zu meinem größten Liebesleid verließ meine Geliebte dann zufällig am Todestag unseres geliebten Meisters Bhagwans am 19. Januar 1990 unsere gemeinsame Wohnung. 



Diese junge Dame ist mittlweile glücklich verheiratet und inspiriert mich weiterhin.

Doch mit dem schmerzvollen Ende unserer Beziehung endete auch meine anderthalbjährige Karriere als Strichcodeexperte, obgleich ich damit traumhaft viel Geld verdient hatte. Nach  einem halben Jahr Arbeitslosigkeit gab mir mein Chef Volker Everts am 19. Oktober 1990 die Chance, als Computer Redakteur bei der damaligen DOS-International anzufangen.  Der Lohn war gut, der Job war stressig.




Hilfreich war, dass am 15. August 1990 nach etwa einem halben Jahr Pause die nächste Dame bei mir einzog.


Auch mit dieser Dame stand eine Indienreise 1993 an. Der nächste Guru nach Bhagwan Shree Rajneesh war Poonjaji. Dessen Schüler wie Isaac Shapiro tingeln immer noch durch die Spirit-Szene auf Kundenfang - auch auf Facebook.


Von Mumbai, das früher Bombay hieß, war es nach Poona eine kurze Taxireise von knapp drei Stunden über etwa 150 Kilometer. Lucknow war mühsamer zu erreichen. Doch was tut man nicht alles für einen Guru? Und für Frauen?

Als Fachredakteur im Oktober 1990 eingestiegen, belohnte mich schon ein Jahr später 1991 eine Dienstreise in die USA. Denn da sich mein Chef Volker verletzt hatte, gab er mir seinen Flug und die Reise nach Las Vegas. Dort durften drei junge Redakteure der DOS-International von der Comdex berichten.


 
Im bürgerlichen Milieu als Journalist geachtet luden mich Vertreter der Industrie ein, um für ihre Produkte zu werben, wie es mein Job Jahre zuvor als Versicherungsvertreter war, meine Produkte zu verkaufen. Als Windows das Betriebssystem "DOS" ablöste, wurde die Zeitung in PC-Magazin umgenannt. Mein Job als Fachredakteur im Ressort Programmierung, Viren und Datenfernübertragung währte zwanzig Jahre, acht Monate und 12 Tage bis zur Rente. Könnte es etwas mit dem Stress im Job zu tun haben, dass sich in den Arbeitsjahren vier, fünf Kollgegen tot gesoffen haben?




Zurück zum Wichtigsten, den Frauen: Nachdem es mit der mittlerweile vierten Lebensabschnittsgefährtin, wenn richtig gezählt, 1996 zu Ende war, teilte mir eine Woche später die Existenz eine neue Dame zu.


Diese hatte wie all andern zuvor alles, was Mann braucht - dazu den unschätzbaren Vorteil, bei mir bleiben zu wollen. Zudem betrieb sie als Marktfrau auf dem Bamberger Weihnachtsmarkt selbstständig ihr kleines Unternehmen und brachte sogar eine Bohrmaschine in unseren gemeinsamen Haushalt ein.

Nach nur wenigen Wochen gab sie ihren Wohnsitz in Bamberg auf, trennte sich unter ein paar Tränen von ihren Meerschweinchen und einem Kaninchen, zog zu mir nach Fürstenfeldbruck in das kleine Hinterhäuschen, welches zuvor schon zwei Damen mit mir geteilt hatten. Zu ihrem Weihnachtsmarkt musste sie in Bamberg eine Ferienwohnung buchen. Mich arbeitete sie zuerst nur an Wochenenden als ihren Weihnachtsmarkthüttenknecht ein, weil mein Münchener Job mich während der Woche forderte. Nach meiner Verabschiedung in die Altersteilzeit Ruhephase am 31.5. 2011 war der Bamberger Weihnachtsmarkt mit ihr immer eine schöne, abwechselungsreiche Zeit - für mich. 



Nach 15 Jahren wilder Ehe heirateten wir am 30. Mai 2011 standesamtlich, was mir noch zwei Tage Sonderurlaub vor meiner Rente gab und ihr eine bessere Witwenrente geben sollte. So begann mit der Ruhephase Altersteilzeit meine große Freiheit und meine Hochzeitreise - allerdings alleine. Denn mein liebes Frauchen musste arbeiten.


Drei Frauen zuvor hatten mich auf Flügen nach Indien begleitet und sind mit mir durch den Subkontinent gereist. Meine Ehefrau blieb mit mir auf dem Boden und den Straßen wie von Marokko, Sizilien, Spanien, England, Russland, Finnland, Schweden, Norwegen und sonstwo. Doch nachdem wir - für mich schmerzlich - unsere Wohnung in München verkauft hatten, und seitdem wir 2019 unser kleines, altes Häuschen mit Garten in Sonneberg renoviert hatten und bewohnen, wirtschaftet sie lieber im Haus-aus-Stein-daheim, während meine rollende Klause mir alle Zeit der Welt lässt, Geschichten zu erzählen. Denn allein zu reisen ist schon Stress - noch mehr Stress im Womo von sechs mals zwei Metern zu zweit.  

Von Freunden



Mit diesem Bild bereichert mein gleichaltriger Freund Wolfgang aus Deggingen meine Geschichte, der weder Zeit noch Geld als Aussteiger verloren hat. Treuere Leser meiner Blogs kennen Wolfgang von seinen Leserbriefen, die meistens seine Heimatzeitung veröffentlicht.



Ein Freund aus der Nachbarschaft empfiehlt mir "altersgemäße Schicksalsergebenheit oder noch besser RUHE." Das wäre wirklich Zweck und Ziel meiner morgentlichen Übung, bei geschlossenen Augen nichts weiteres zu sehen, zu hören, zu spüren als den Schlag meines Herzens und den ein- und ausgehenden Atmen. Weiterhin wäre zu wünschen, den Übergang zum Schlaf wahrnehmen zu können. Und wer wünscht sich nicht, mit letztem Schnaufer kurz und schmerzlos in die Ewigen Jagdgründe zu gehen? Aber leider - lassen wir das....


Besonders freute mich unter dem vorigen Blog der Kommentar von Anonymous, der in Stil und Kenntnis am ehesten "DT" aus dem Gelben Forum gleicht. Seine Ratschläge als Finanzberater, mit denen er sich schon häufiger hervorgetan hat, sind stets willkommen. Allerdings ist meine Frau als Witwe, wenn meine exorbitant hohe private Kranken- und Pflegeversicherung von bald 800 Euro monatlich wegfällt, ausreichend abgesichert, um mich einzuurnen. Doch nach dem Motto "Turne, turne, bis zur Urne" wäre es ohnehin mein Traum, Knall auf Fall das Feld zu räumen und mich nicht wie Vaters Sterben und Tod endlos quälen zu müssen.... 


Lassen wir auch das! Die Kosten meiner Kranken- und Pflegeversicherung fressen den Großteil meiner Rente, obgleich mein Standard-Tarif für Rentner nicht mehr leistet als die GKV / gesetzliche Krankenversicherung. 



Mein Freund, der widrige Sängerknabe, lässt sich letztlich recht versöhnlich vernehmen. Ob's an Altersmilde oder Weihnachten liegt, wer weiß - er redet ja nicht mit mir.


Mein Reise- und Autoguru präsentiert stolz seinen Fuhrpark. Keine 20 Kilometer entfernt von seiner ländlichen Idylle wartet der historische Hymer meines Bruders in der Werkstatt zu Plankenfels nach zwei Jahren auf Fertigstellung und TÜV. 


Klaus berichtet:


Allerdings hat Klaus nicht gefragt, zu welchem Weihnachten der Hymer fertig sein soll.



Mein liebster Bruder Uli, die beiden anderen sind nicht mehr, ist gerade das Gegenteil von meiner Rumtreiberei. Er träumt seit zwei Jahren davon, wieder einmal nach Marokko zu dieseln. Doch solange hält er sich auf seiner Couch am Computer fit. Im Sommer lag er im Pool draußen im Garten, bewegte seine Royal Enfield Bullet mit Frau zur Eisdiele oder fuhr im Smart Cabrio eine Runde durch's Revier. In seinem großen Haus mit zwei Söhnen, zwei Schwiegertöchtern, sechs Enkeln und all den Freunden ringsum ist immer Hochbetrieb, kaum möglich ihn mal am Telefon zu erwischen, weil immer wer kommt, oder ein Paket raus oder rein geht.


Es gibt auch einige Damen von den Bergen bis zur See, die mich nach wie vor inspirieren, auch wenn mir zuletzt bei Jork im Alten Land eine Holde ihre Audienz verwehrte, alldieweil beim Treffen zuvor es mir an galanter Geschicklichkeit gemangelt hätte - und wohl auch hatte. Sorry liebe Lady.


Doch zu meiner Freude bedankt sie sich meistens artig über meine Blog-Berichte und lohnt meine Mühe wie mit diesem Bild vom Weihnachtsmarkt in Buxtehude und textet gar liebreizend dazu:


Mit Freundinnen ist leichter klar kommen - trotz aller Verschiedenheit zwischen Mann und Frau - als mit dem widrigen Sängerknaben oder dem Antifanten-Sympathisanten. 


Dort in der Einsamkeit von Nacht und Nebel bleibt eine der Wichtigsten fast vergessen.


Da wären zwei Möglichkeiten mehr gewesen, in München in angenehmer Gesellschaft zu verweilen. Doch als einsamer Straßenhund schien mir ein Treffen mit Chetan-Reinhard am passendsten.


Daheim nachträglich noch meine Verehrung für die liebe Anne. Wie zuvor erwähnt, ist mit Freundinnen leichter klar zu kommen als mit verhärteten Politsektierern. Die lesen hier "rächte-Natzi-Hetze" - und können das nicht ab. Frauen lesen wohl was anderes - aber was soll's?



Neben Schwestern-der-Liebe erfreuen mich Brüder-der-Weisheit, wobei in unserem gesetzten Alter der Ausdruck, "sich den Weg zur Wahlurne zu sparen" doppeldeutig klingt. Wer würde sich nicht den "Weg zur Urne sparen wollen"?


Wozu die Geschichte?


Dass es mich nun schon fünf Nächte und Tage in Garmisch-Partenkirchen hält, war mir anfangs nicht klar. Mein mechanisches Fahrrad half mir, für bald 60 Euro Lebensmittel für den Vierten Advent ins Rollende Heim an der Wank-Bahn zu schleppen: Fünf Flaschen Jever Fun, zwei Flaschen Fachinger, Kartoffeln, Möhren, Salat, Orangen, Jogurth, Brot, Käse, Marzipan, Kekse - alles was der Autor braucht für ein wohliges Wochenende, um seine Story zu schreiben. Fünf Nächte Garmisch waren genug.



Bei minus vier Grad Celsius wäre die dicke Matte vor den Frontscheiben angebracht gewesen, doch es ging auch so. Nach fünf Nächten hieß es dann, nichts wie weg aus dem Garmischer-Getümmel! Zuvor war noch Gas zu tanken, die letzten vier Liter hätten nur noch für eine Nacht gereicht. Stressig war es, sich zum Einkaufen in schmaler Parkbucht auf vollem Parkplatz einzufädeln, stressig war das Warten, bis ein Einkaufswagen frei wurde, stressig war das Gedränge vor den Kassen - danach nichts wie weg in die Einsamkeit!

Einsiedl



So lässt sich in der Stille und Waldeinsamkeit zur Weihnacht am Walchensee über "Aussteiger" sinnieren, wozu Pirincci mich inspiriert hat.



Mein Gefühl lässt mich nicht los, dass ein Land mit Millionen Aussteigern sich zwangsläufig auf steiler Bahn bergab befindet. Doch als Ausweg in tiefster Talsohle hat sich zumeist bewährt, die militärisch-industrielle Produktion hoch zu fahren, um zumindest einer gewissen Schicht weitere Profite zu garantieren. Damit der militärisch-industrielle Produktionsprozeß nun nicht abreißt, müssen Eliten funktionieren, das Militärmaterial zu nutzen, wozu der Kriegs- oder Ernstfall ausgerufen werden muss.

Das Antikriegs-Gedicht schickte mir Bernd, der auf der Friedensfahrt Moskau 2016 in Katyn ein Referat über Massenmord an polnischen Eliten hielt, welchen die Russen verbrochen hatten und in den Nürnberger Prozessen den Nadzis in die Schuhe geschoben hatten.



Um Militärmaterial sinnvoll gegen den Allbösen-Feind einzusetzen, müssen Eliten feldverwendungsfähiges Humankapital mobilisieren. Dazu eignen sich Männer besser als Frauen. Diese werden in Kriegszeiten in ihrem Alleinstellungsmerkmal zur Reproduktion an der Heimatfront gebraucht. Als Kinderlied ging vor 60 Jahren oder länger davor das Liedchen rum: "Mädchen mach die Beine breit, Deutschland braucht Soldaten."

So war's damals, so sind gerade meine Gedanken in meiner kleinen Klause in Garmisch-Partenkirchen.



Bernd hat vor zweieinhalb Jahren eine Malerin beauftragt, seine Gedanken zu Mysterien der 
Tempelritter zu verarbeiten. Meine verbleibenden Restlaufzeit reicht nicht, um mich mit Wagner, Parzifal, dem Heiligen Gral und-oder der "Erlösung dem Erlöser" zu beschäftigen. Mir reicht bislang mein esoterischer Zeitvertreib in Form von "SpitShituality".

Garmisch, Esterbergalm, Grainau



Der Stellplatz an der Wank-Bahn animiert auf jeder Fahrt, meine nachlassenden Kräfte am Berg zu testen. 


Dazu muss sich mein Körper von 735 auf 1285 Höhenmeter mit Bergschuhen hoch und runter schleppen. Seilbahnen sind für Weicheier.


 Nach dreiviertel Stunde Wegstrecke war bislang an einer kleinen Kapelle immer eine Tränke. Doch diesmal war das Wasser abgestellt. Dafür war der Blick auf Farchant überwältigend.
 

Nach etwa zwei Stunden schleppendem Schnaufen gibt es eine Bank. Doch ein einziger Mensch auf dem Weg bislang sitzt dort schon.



Etwa ab 1100 Höhenmetern wird der Weg anspruchsvoll, vereist und glatt. Am Wegrand knirscht man durch Harsch, muss bei jedem Schritt den Bergschuh aus dem Schnee ziehen.



Zehn Minuten vor der Hütte freut's mich nimmer. Ein Gleitschirmflieger landet im Schnee. Auf meinem Rückweg schraubt sich ein schwerer Allrad-Mercedes hoch, um vermutlich den Flieger abzuholen.



Erstmalig meine Körperteststrecke nicht bis zur Hütte gelaufen, Ausreden wie fehlendes Wasser und fehlende Steigeisen entschuldigen mich - nicht, das Alter dann doch.



Daheim im Auto sich den Himmel anschauen, Geschichten beim Tee schreiben, fällt mir leichter als die Schinderei am Berg.


Anderntags schmerzen die Beine von der ungewohnten Anstrengung. Das mechanische Fahrrad ist mir fremd geworden. E-Bike Rosinante darf im Stall bleiben. Salz auf den Straßen lässt alles schneller rosten. Ob meine Beine kürzer geworden sind, weil der trottelige Opa zweimal vom Rad kippt? Mit einem tiefer gestellten Sattel radelt man sicherer. Soviel technisches Verständnis muss sein.



Was allerdings "FOX-NEWS" im DGF zum teuren Wechseln meiner Aufbaubatterien höchst fachkundig schreibt, bleibt mir rätselhaft. 



Der Sonnengenuss im Garmischer Park ist eher meins als technische, finanz- oder weltpolitische Finessen. Glaubt jemand von uns Schreibern, gleichgültig ob sie als Profis Geld vedienen oder sich nur als Agitatoren auskotzen, irgend etwas zu verändern? IMHO - in my humble opionion - geht's um Unterhaltung. Mehr nicht. Im Park vergnügen und unterhalten sich Menschen. Die Weihnachtsmarktbuden stärken sie mit Speis und Trank.


Neben Crepes, Bratwürsten bietet dieser Marktverkäufer Steckerlfische an - Stück zehn Euro. Fisch schmeckt mir, aber .... 



Bei mir daheim im Auto gibt es meine drei obligatorischen Gerichte: Morgens Müsli, mittags Suppe und Salat, abends Brot, wobei mich häufig Politprofis im SAT-TV bei Phoenix vor Ort unterhalten. Wenn mich das Geschwafel langweilt oder ärgert, schaltet man um oder aus.


Am zweiten Tag geht's mit letzten Einkäufe in den Satteltaschen bei St. Anton auf dem Philosophenweg ins traute Heim allein.



Am dritten Sonnentag begeistert mich wiederum Garmisch.


 Ist ein blaues Haus unter blauem Himmel nicht wunderbar?



Fehlt zum Glück, mit KI ins blaue Haus unter blauem Himmel eine blaue Familie hinein zu fantasieren?



Wenn sich - wie etwa bei meinem lieben Bruder daheim - im blauen Haus unter blauem Himmel die blaue Familie zum blauen Festmahl friedlich vereint, gleicht das nicht dem Himmel auf Erden?



Bevor mein Freund, der widrige Sängerknabe, oder der Antifanten-Sympathisant aus München, nun am Rad drehen, schnell zur Beruhigung und zum Weihnachtsfrieden eine woke-Version, um Jedem das Seine zu geben. Diese Formel ist doch nicht strafbewehrt wie andere Flüche der Vogelschißperiode?



Am vierten Tag bringt mich ein Sonntagsausflug auf dem rostigen, mechanischen Fahrrad mit tiefer gestelltem Sattel nach Grainau. Ob dies Hotel am Weg mit der orientalischen Kuppel einem Investor aus Dubai gefällt?



Richtung Grainau verdecken gewaltige Trümmer aus Stein den Sonnenschein - die Zugspitze.


Wer auf den hupenden bayrischen Blechwurm wartet, kühlt schnell aus. Ob die blau-weiße Markierung des Gefährts eine politische Bedeutung hat? Bei den bajuwarischen Ureinwohner kann man nie so sicher sein, wes Geistes Kind sie sind - besonders seitdem Franz Josef, der Große, nicht mehr unter ihnen weilt.



Meiner wartenden Geduld verdankt der geneigte Leser, so es ihn gibt, ein zweites Bild des bayrischen Blechwurms.



Das Restaurant Zugspitze mag ja wie alles in dieser Gegend gut und teuer sein, doch weil das Felsmassiv die Sonne dahinter verbirgt, ist mir nur kalt.



Die Kirchturmuhr hat 12.00 Uhr mittag geschlagen. Jetzt nur nicht an südliche Winter-im-Warmen denken, das hilft nicht.



Wieviel ärmer war dies Baby, welches im Stall auf Stroh liegt! Man mag garnicht d'ran denken, wie bös' das endete.

Walchensee

Geschichten lassen sich leichter in der warmen Klause schreiben, als sich durch's kalte Leben draußen zu kämpfen. Sich in Garmisch eine LPG-Tankstelle suchen, dort Gas tanken, auf dem Großparkplatz von Edeka parken, wieder für 47,64 Euro in dem Getümmel und Brot dazu für 3,80 Euro einkaufen, strengt an. Danach wird's Zeit, Land zu gewinnen - 25 Kilometer weiter in Einsiedl am Walchensee.


Von Strapazen schon recht mürbe, gönnt sich der Körper erstmal eine heiße Suppe, um verdient im Mittagsschlaf bei himmlischer Ruhe in Einsamkeit wegzudösen. Aber ach! Ein Ungetüm im Klang von DIESEL-Dieter rangiert seinen Unimog nicht weit von meiner Oase. Vorbei mit Schlaf und Ruhe. Dafür kommt erstmal die dicke marokkanische Matte vor die Frontscheiben für die nächsten beiden Nächte, auch wenn die Matte dann naß und schmutzig zurück muss in den Plastikbeutel unter dem Bett.



Über diesen Walchensee ist meine Liebste mit mir schon bei Sturmwarnung der blinkenden, gelben Lampen durch höhere Wellen von einem zum anderen Ufer gepaddelt - damals im knallgelben Metzler-Riverstar-Gummiboot. Wie jung und voller Tatendrang wir einst waren!



Dort oben auf den Herzogstand haben es meine Beine auch schon geschafft - "Es war einmal..."



Dem See fehlt Wasser, viel Wasser. Soviel Ufer war noch nie.



Der ferne Freund in Japan mag mit seiner Kirchenphobie über das weiße Gebäude mit Zwiebelturm, gut gegen abrutschenden Schnee, hinweg sehen und sich an der Landschaft freuen.



Der Weg zu dem Kirchlein führt ohnehin über Privatgrund. Und auf dem stehen zottelige Rindviecher mit ausladenden Hörner. 



Am anderen Morgen ist die Sanitäranlage am Walchensee weit weniger luxuriös als die am Stellplatz in Garmisch. Dort gab es heißes Wasser, um sich morgens naß im geheizten Raum zu rasieren.



Bei minus vier Grad Celsius will man nicht lange auf den Aufgang der Sonne warten. Dann lieber heim zur Gastherme, die unermüdlich Warmluft in den Wagen bläst. Olivenöl unter dem Bett versulzt, weil es dort so kalt ist.




Bevor man sich als Straßenhund auf dem rostigen Fahrrad auf eventuell eisglatte Straßen traut, muss man seine Lebensgeister mit einem Topf heißer Suppe wecken.



An eine Umrundung, was bei wärmerer Witterung mit E-Bike leicht war, ist nicht zu denken.
 


Schon nach knapp 16 Kilometern einfacher Strecke kriecht mir die Kälte trotz aller Kleidung den Rücken hoch, die Finger werden trotz doppelten Handschuhen klamm. Langsam wächst das Verständnis für meine Frau, die lieber daheim Zimtsterne backt, als mit mir zu verreisen.



Doch der Walchensee ist als größter See mit Trinkwasserqualität immer wunderbar.



Eine Wolkenwand schiebt sich über die Stelle, wo die Kesselbergstraße hinunter zum Kochelsee führt.



In der ersten Stunde lässt mich die Schönheit ringsum die Kälte vergessen.



An der Wasserrettungsstation Niedernach freut's mich nimmer. Mit gebeugtem Rücken geht die Strampelei so schnell heim wie möglich. Heisser Kaffee lockt. 



Drei Autos verlassen den Stellplatz. Der 40 Jahre alte Unimog muss eine Minute lang den Motor laufen lassen, um Luftdruck aufzubauen, erklärt mir der Fahrer. Am Spätnachmittag leistet mir ein Womo aus Italien Gesellschaft. Sonst gibt's hier außer Kälte und Dunkelheit ab 17.00 Uhr nichts.


Freund Reinhard in München



Irgendwie hat sich meine Zeitrechnung verhauen. Jetzt wird's schon wieder anstrengend, weil schon am Freitag ein Termin in Bamberg ansteht. Die Abfahrt vom Walchen- zum Kochelsee geht über verschneite Serpentinen. Dann steht  kurz München auf dem Programm, wenigstens erstmal Mittag bei Freund Reinhard. 


Die Abfahrt vom Walchensee zum Kochelsee über die Autobahn 96 nach München war der Jahreszeit angemessen. Mindestens sechs, sieben Winterdienst-LKWs mit gelben Blinklampen streuten Salz aus. 



In München empfängt mich Schmuddelwetter, als strafe der Himmel die Gier der Großstadtweihnachtseinkaufsraffer mit übelstem Schneerieseln. Freund Reinhard in der Josephsburgstraße anzufahren, war dann das nächste Großstadterlebnis.



Als Wassermann sind wir einander in manchen Punkten ähnlich. Seine perfektionierte Malerei ist meist ebenso brotlos wie meine Bloggerei. Reinhard bastelt wie Daniel Düsentrieb erstaunliche Geräte. Wie mich meine Reiselust rumtreibt, so fährt Reinhard ans Isarufer bei Grünwald. Mitten in der Waldeinsamkeit schlägt er sein Biwak auf. Doch erst lädt er mich zum köstlichen Mittagsmahl.



Leider fehlt dem Maestro das marktwirtschaftliche Geschick, seine Werke zu verkaufen. Interessenten sollten ihn auf seiner aufgeräumten Web-Site kontaktieren. Dort können potentielle Kunden seine Werke begutachten. Für mich gab's in München nach Reinhards Mittagsmahl und Kaffee einen Tank voll von Diesel. Wir bleiben in Verbindung:


Bei Reinhard "drunt' im Isartal" ist's ebenso dunkel wie bei mir hier am Rothsee. Wie der Mann dort im Biwak seine Nächte übersteht, ist mir ein Rätsel. Er ist eben ein Künstler - draußen und daheim.


Nun steht meine Klause wieder dort, wo vor zehn Nächten mich der Fehler schreckte, als die Aufbaubatterien ihre Arbeit eingestellt hatten. Die Nacht am Rothsee kostet einen Euro Strom für eine Kilowattstunde - mehr nicht. Die war bei meiner Abfahrt gegen 13.00 Uhr bis auf 11 Cents verbraucht.

Allersberg



Der Besuch bei meinem liebsten Freund Timo verschiebt sich. Er ist erkältet, hütet das Bett. Mich lockt die Fahrt am Ufer des Rothsees nach Allersberg. 



Die Sonne wärmt am kalten Wintertag. 


Die Strecke ist etwa acht Kilometer weit. Neben der Straße, einem Fußgängerweg gibt es einen Radweg. Das Naherholungsgebiet ist beliebt und bevölkert.



Eine Tankstelle am Ortseingang verkauft heiße Getränke, um sich aufzuwärmen.



Freund Reinhard hat die Nacht in seinem Wald-Biwak überstanden und begrüßt den Tag.


Mich verwöhnt heiße Schokolade in der Tankstelle von Allersberg.


Vor Jahren begannen die Renovierungen. Das prächtige Gebäude könnte 2026 fertig werden. 



Das Rathaus von Allersberg bietet mit dem Nest auf dem Dach Störchen seine Gastfreundschaft an. Nach diesem schönen Vormittag am Rothsee liegt mein bester Freund Timo in Nürnberg am Weg.



Freund Timo kämpft mit seiner Erkältung. Wir haben uns Jahre lang nicht gesehen, häufiger telefoniert. Bei Facebook hinterlässt er regelmäßig seine Duftmarken.  Er hat sich verändert seit unserem letzten Treffen. Der Tod meiner Tochter endete ihre Ehe nach zu kurzer Zeit 2009. Damals war Timo rank und schlank. Ob ihn sein Job als selbstständiger IT-Unternehmer aufreibt? Vor der nächste Nacht am Bambados in Bamberg heizt mich dort die Sauna auf. Um 17.00 Uhr verbrennt mir der Vier-Sterne-Domreiter-Aufguss in der 90-Grad-Sauna auf der oberen Stufe fast die Haut. 



Die kleine 1000-Kilometer-Winterreise endet nach bald zwei Wochen. Weitere soziale Aktivitäten stehen als krasses Kontrastprogramm gegen meine gewohnte und geliebte Einsamkeit. 


Meine Ehefrau, nun schon länger schon als 20 Jahre,  Schnabbeli-di-Babbeli-Wisch-Wasch-Nähr-und-Plärr-Bär kommt mit dem Zug aus Sonneberg, um mit ihrem genetisch verbundenen Enkelkind von 14 Jahren, Oma und Opa.... und mir Weihnachtsessen...  zu feiern.... Uff!  Noch bleibt mir ein wenig Zeit in meiner Klause, die

Reisekosten des Jahres 2025 


im Überblick aufzulisten. Dann muss die vereiste Matte vor den Scheiben etwas abgetrocknet in den Plastiksack unter dem Bett verstaut, das Fahrrad auf den Träger geschnallt werden, das Stromkabel eingerollt, Töpfe und Tassen verräumt werden, der Stellplatz bezahlt und verlassen werden, zum Bahnhof fahren, dort einen Parkplatz suchen und finden, mein geliebtes Weib aufladen und mich ins Abenteuer mit Menschen unter ihrer höchst kompetenten sozialen Leitung und Führung einlassen.



Doch meine Zeit scheint abgelaufen, um solche Familienspiele nochmal anzufangen. Unsere Liebe zueinander steigt mit dem Alter und mit dem räumlichen Abstand voneinander. Doch das ist eine ganz andere 

. Geschichte .


p.s: Korrekturen - wenn überhaupt - später







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