Samstag, 16.01.2016

Mit zitternden Fingern stecke ich den USB-Stick ein. Als sich der Ordner öffnet und die Songliste auftaucht, werde ich stutzig. Er hat die meisten Lieder erst hinzugefügt, nachdem ich ihm gesagt habe, dass er mir den Stick zurückgeben soll. Das Erste beginnt bereits zu spielen. Parallel zu den Songs fangen meine Tränen an zu laufen. Jedes einzelne Lied ist wie eine Nachricht, wie ein kleiner Brief. Und ich kenne ihn gut genug, um zu wissen, dass das kein Zufall ist.


"But one thing I want you to know
Is that our love will never end."

"I'm coming home to you
I can finally see the light
And if I should make it through
I will be with you tonight."



P.S.: Ich entschuldige mich fürs seltene Posten, hier habe ich irgendwie den Anschluss verloren.
Wenn jemand unter euch tumblr hat, dann klick und klick. Dankeschön :)

Donnerstag, 20.08.2015

Die Ausbildung hat angefangen, und ich muss gestehen, dass ich mich immer mehr unterfordert fühle. Je mehr ich mich an die Abläufe gewöhne und eine Routine in meine Arbeitschritte bekomme, desto öfter frage ich mich, ob das jetzt schon alles ist. Vielleicht habe ich einfach zu hohe Ansprüche.

Mit K. stehen die Dinge immer noch schief. Wir kriegen es irgendwie nicht auf die Reihe, uns zu sehen, uns auszusprechen, uns zusammen zu raffen; aber trotzdem können wir nicht ohne einander. Langsam fange ich an, mich wirklich daran zu gewöhnen.
Ich habe einen guten Freund, der in letzter Zeit sehr viel für mich da ist. Er hört mir zu, wenn ich reden will und lenkt mich ab, wenn ich es nicht will. Wir können zusammen in einem Bett schlafen, ohne dass es seltsam ist oder es in Sex und Kontaktabbruch endet. Ich weiß zwar, dass er sich in mich verliebt hat, aber er versucht, es vor mir zu verstecken, weil er nichts kaputt machen will, und irgendwie ist das ein Zug, den ich sehr an ihm schätze. Er lässt mir Zeit, weil er weiß dass ich noch nicht so weit bin, und trotzdem ändert es nichts daran, dass es zwischen uns so vollkommen unbeschwert ist. Es tut gut, jemanden zu haben, bei dem man weiß, woran man ist. 
Jemanden, der ein wenig Sicherheit in all dem Chaos bietet.

Montag, 29.06.2015

Ich muss jetzt mal etwas loswerden, auf das ich nicht besonders stolz bin. Die Sache ist die, seit K. und ich offiziell getrennt sind, treffe ich mich ab und an mit anderen Typen. Nicht mal mit der Absicht, mit ihnen irgendetwas anzufangen. Auf der einen Seite finde ich persönlich es viel entspannter, mit Kerlen etwas zu unternehmen und auf der anderen - zugegeben - geht es irgendwie um Aufmerksamkeit. Ich liebe es viel zu sehr, wenn jemand Interesse zeigt, und ich verpasse viel zu oft den Punkt, an dem ich Klartext spreche. Dann ist da plötzlich diese Zwickmühle, denn gleichzeitig will ich niemandem wehtun und denke mir hinterher "Du hättest nicht flirten sollen, wenn du sowieso nichts von dem Kerl willst." Trotzdem mache ich es ständig.
Es gab diese Zeit, in der K. sich ständig mit einem Mädchen aus seiner Berufsschule getroffen hat.. Da habe ich dann zufällig einen ehemaligen Kumpel wiedergetroffen und ich hab es viel zu weit getrieben. Wir sind im Bett gelandet, obwohl ich nicht wollte. Danach hab ich mich heulend im Bad eingeschlossen, es gab ein dreistündiges Telefonat mit K., in dem er mir gesagt hat, dass er auch mit diesem Mädchen geschlafen hat. Daraufhin bin ich aus Protest bei diesem anderen Typen geblieben, hab irgendwie alles über mich ergehen lassen und mir dabei selbst am meisten wehgetan. Wenn ich könnte, würde ich das sofort rückgängig machen. Manchmal wache ich jetzt noch nachts auf und mir tut alles weh, weil es diesem Kerl völlig egal war, was mit mir ist, solange er seinen Spaß hatte. Am Ende bin ich trotzdem selbst schuld, weil ich nicht einfach "Nein" gesagt habe..
Ich weiß, warum ich zu so etwas neige, aber ich habe keine Ahnung, wie ich das ändern kann. Auch am Wochenende wieder, zuerst auf dem Abiball meines Bruders, anschließend in der Disko und am nächsten Tag auf dem Straßenfest in meiner Stadt. Ein Kumpel, den ich seit fünf Jahren kenne, sehr viel Alkohol, enges Tanzen und am Ende hat er mich in einer ruhigen Ecke in einer Bar geküsst.
Vielleicht erinnert sich noch einer von euch an B. Damals mit ihr gab es so etwas ähnliches, ich war auf meiner Abschiedsfeier in der zehnten Klasse, und einer der Jungs hatte anscheinend irgendwie Interesse an mir. Ich bin drauf eingegangen bis er mich plötzlich geküsst hat. Danach war ich vor Schreck und Schuldgefühlen so paralysiert, dass ich abgehauen bin.
Als ich mit K. zusammen war, ist das nie passiert.. Ich hatte dieses Gefühl nicht mehr, dass ich mehr brauche als eine einzelne Person mir geben kann. Er hat mich ausgefüllt und ich brauchte nichts und niemanden anders. Aber jetzt.. Ich liebe ihn, wirklich, und das von ganzem Herzen. Nur, auch wenn ich eigentlich nur ihn will, hole ich mir das, was mir fehlt, bei Anderen. Man könnte vielleicht sagen es sei okay, weil ich ja praktisch gesehen nicht mit K. zusammen bin. Aber es ist einfach so verdammt egoistisch. Ich habe momentan mal wieder zwei Typen, die beide was von mir wollen und die ich die ganze Zeit abwimmle. Klar, selbst schuld, aber ich hab irgendwie das Gefühl, dass ich momentan nicht aus diesem Kreislauf herauskomme.

Es kostet mich wirklich viel Überwindung, das hier zu veröffentlichen und ich hoffe wirklich, dass ihr mich nicht dafür verurteilt.

Donnerstag, 25.06.2015

Kurzes Update: Ich hab den Ausbildungsplatz! Und K. hat sich auch gemeldet, gesagt dass er mich vermisst und dass ihm durch diesen Urlaub noch mehr bewusst wird, dass es ohne mich einfach nicht geht. Meine Laune ist dementsprechend fantastisch ♥