Unser letzter Tag - unglaublich, wie schnell die 3 Wochen vergangen sind.
Wir frühstücken, packen und putzen, bevor wir nach Oakland zum Cruise America Office fahren um unser Motor Home wieder abzugeben. Wir werfen einen letzten Blick auf unsere liebgewonnene rollende Herberge, während die CA-Angestelle es kaum eines Blickes würdigt. Für die schwache Batterie und das offene Ventil bekommen wir einen Tag erstattet, unsere restlichen Lebensmittel und den Toaster bekommt ein Rentnerpärchen aus Bayern, das gerade seine 6-wöchige Tour durch 5 Bundesstaaten und zahlreiche Nationalparks beginnt.
Dann sitzen wir mit unserem Gepäck draußen auf der Bank und warten auf eine Freundin, die uns und unser Gepäck abholen will. Sie wohnt in San Francisco und hat uns angeboten, unsere Taschen bei ihr unter der Treppe unterzustellen, da es kaum noch Möglichkeiten zur Gepäckaufbewahrung gibt. Bei 5 Leuten und mindestens genauso vielen Taschen muss sie zweimal fahren und so bummeln Sebastian und ich durch Chinatown, während die anderen abgeholt werden. Wir kaufen Briefmarken für unsere letzten Postkarten und ein State-Quarter-Sammelalbum.
Dann trudeln auch schon die anderen ein und wir treffen einen Freund aus meinen Frankreich-Zeiten.

Sascha will dann zum Levis Store am Union Square. Er hat einem Kumpel 2 Paar Jeans versprochen. Bevor die gekauft werden können, müssen allerdings die gewünschten Farbcodes erst in die hiesige Bezeichnung 'übersetzt' werden. Gut, dass wir im Foyer des Ladens WLAN empfangen. *smile*
Jetzt brauchen wir unbedingt einen Starbucks-Kaffee als Belohnung für die Warterei. Wir sitzen am begrünten Union Square, der vor 6 Jahren noch von hohen Bauzäunen umgeben war, essen unsere Sandwiches und können uns erstmal gar nicht zu weiteren Aktivitäten aufraffen. Es ist Nachmittag und wir haben noch ein paar Stunden, bevor wir uns auf den Weg zum Flughafen machen müssen.
Schließlich versuchen wir einen Bus zur Golden Gate Bridge zu finden. Nicht ganz leicht, aber es gelingt uns schließlich *smile*. Einmal müssen wir umsteigen und von einer Haltestelle zur anderen ein Stück laufen, aber wir erreichen sie schließlich, die berühmte Brücke.

Es ist schrecklich windig hier und so halten wir es nur ein paar Minuten aus. Mit dem nächsten Bus fahren wir wieder zurück, zur Freundin, unter deren Treppe unser Gepäck lagert. Sie und auch mein Frankreich-Freund haben netterweise angeboten, uns zum Flughafen zu fahren. Vorher wollen bzw. müssen Sascha und ich aber noch weitere Reisetaschen erwerben - zu viel eingekauft *smile*. Während die anderen direkt zum Flughafen fahren, werden wir leider weder bei Walgreens noch in Chinatown, wo wir zuvor günstige Reisetaschen gesehen haben, die Geschäfte aber inzwischen geschlossen haben, fündig. Auch auf dem Weg zum Flughafen findet sich leider kein Walmart am Freeway mehr und so sind wir gezwungen, ziemlich kleine und teure Taschen am Flughafen zu kaufen.
Das Einchecken selbst dauert so seine Zeit; wir hätten Sitzplätze reservieren sollen, sitzen nun also auf Mittelplätzen und bis auf Rainer und Antje getrennt. Auch Saschas Wunsch, nicht mit uns von München nach Berlin weiterzufliegen, stößt erstmal auf ein (deutsches ?) 'Geht nicht'. Erst nach Befragung von Vorgesetzten wird eine Ausnahme gemacht.
Nun müssen wir uns allerdings beeilen, soviel Zeit, wie vorher angenommen, bleibt nicht. Statt uns noch gemütlich irgendwo in einen Fresstempel zu setzen, gibt es nur ein hastiges Sandwich im Stehen. Da werden auch schon unseren Namen aufgerufen und wir damit zum sofortigen Boarding aufgefordert. Auf Wiedersehen in Germany!
* Sarah Brightman











