Freitag, 25. April 2008

Time to say goodbye*

Samstag.
Unser letzter Tag - unglaublich, wie schnell die 3 Wochen vergangen sind.

Wir frühstücken, packen und putzen, bevor wir nach Oakland zum Cruise America Office fahren um unser Motor Home wieder abzugeben. Wir werfen einen letzten Blick auf unsere liebgewonnene rollende Herberge, während die CA-Angestelle es kaum eines Blickes würdigt. Für die schwache Batterie und das offene Ventil bekommen wir einen Tag erstattet, unsere restlichen Lebensmittel und den Toaster bekommt ein Rentnerpärchen aus Bayern, das gerade seine 6-wöchige Tour durch 5 Bundesstaaten und zahlreiche Nationalparks beginnt.
Dann sitzen wir mit unserem Gepäck draußen auf der Bank und warten auf eine Freundin, die uns und unser Gepäck abholen will. Sie wohnt in San Francisco und hat uns angeboten, unsere Taschen bei ihr unter der Treppe unterzustellen, da es kaum noch Möglichkeiten zur Gepäckaufbewahrung gibt. Bei 5 Leuten und mindestens genauso vielen Taschen muss sie zweimal fahren und so bummeln Sebastian und ich durch Chinatown, während die anderen abgeholt werden. Wir kaufen Briefmarken für unsere letzten Postkarten und ein State-Quarter-Sammelalbum.
Dann trudeln auch schon die anderen ein und wir treffen einen Freund aus meinen Frankreich-Zeiten.

(Weitere Fotos unter: http://galerie.photo-fisch.de)


Sascha will dann zum Levis Store am Union Square. Er hat einem Kumpel 2 Paar Jeans versprochen. Bevor die gekauft werden können, müssen allerdings die gewünschten Farbcodes erst in die hiesige Bezeichnung 'übersetzt' werden. Gut, dass wir im Foyer des Ladens WLAN empfangen. *smile*
Jetzt brauchen wir unbedingt einen Starbucks-Kaffee als Belohnung für die Warterei. Wir sitzen am begrünten Union Square, der vor 6 Jahren noch von hohen Bauzäunen umgeben war, essen unsere Sandwiches und können uns erstmal gar nicht zu weiteren Aktivitäten aufraffen. Es ist Nachmittag und wir haben noch ein paar Stunden, bevor wir uns auf den Weg zum Flughafen machen müssen.

Schließlich versuchen wir einen Bus zur Golden Gate Bridge zu finden. Nicht ganz leicht, aber es gelingt uns schließlich *smile*. Einmal müssen wir umsteigen und von einer Haltestelle zur anderen ein Stück laufen, aber wir erreichen sie schließlich, die berühmte Brücke.

(Weitere Fotos unter: http://galerie.photo-fisch.de)


Es ist schrecklich windig hier und so halten wir es nur ein paar Minuten aus. Mit dem nächsten Bus fahren wir wieder zurück, zur Freundin, unter deren Treppe unser Gepäck lagert. Sie und auch mein Frankreich-Freund haben netterweise angeboten, uns zum Flughafen zu fahren. Vorher wollen bzw. müssen Sascha und ich aber noch weitere Reisetaschen erwerben - zu viel eingekauft *smile*. Während die anderen direkt zum Flughafen fahren, werden wir leider weder bei Walgreens noch in Chinatown, wo wir zuvor günstige Reisetaschen gesehen haben, die Geschäfte aber inzwischen geschlossen haben, fündig. Auch auf dem Weg zum Flughafen findet sich leider kein Walmart am Freeway mehr und so sind wir gezwungen, ziemlich kleine und teure Taschen am Flughafen zu kaufen.

Das Einchecken selbst dauert so seine Zeit; wir hätten Sitzplätze reservieren sollen, sitzen nun also auf Mittelplätzen und bis auf Rainer und Antje getrennt. Auch Saschas Wunsch, nicht mit uns von München nach Berlin weiterzufliegen, stößt erstmal auf ein (deutsches ?) 'Geht nicht'. Erst nach Befragung von Vorgesetzten wird eine Ausnahme gemacht.
Nun müssen wir uns allerdings beeilen, soviel Zeit, wie vorher angenommen, bleibt nicht. Statt uns noch gemütlich irgendwo in einen Fresstempel zu setzen, gibt es nur ein hastiges Sandwich im Stehen. Da werden auch schon unseren Namen aufgerufen und wir damit zum sofortigen Boarding aufgefordert. Auf Wiedersehen in Germany!

* Sarah Brightman

Mittwoch, 23. April 2008

If you're going to San Francisco*

Freitag.
Unsere gestrige Gastgeberin muss leider arbeiten, aber ihr Mann führt uns zum Frühstück aus, ins International House of Pancakes. Das stand eh' noch auf unserer Liste. Uah! Schon zum Frühstück pappsatt *g*.

Anschließend geht's weiter nach San Francisco. Wir haben uns einen Campground nördlich der Stadt rausgesucht, auf dem wir auch sofort einen Platz bekommen. Die Bushaltestelle für den Golden Gate Bus ist nicht weit entfernt und so stehen wir uns dort erstmal die Beine in den Bauch. Endet das hier genauso wie in Malibu?

Nein, tut es nicht. Nach einer guten halben Stunde kommt unser Bus und fährt uns gemütlich über die Golden Gate Bridge in die Stadt. In der Nähe der Lombard Street steigen wir aus und schauen uns die kurvenreichste Straße der Welt genauer an. Für den Weg hinunter wählen wir dann allerdings die Treppen.

(Weitere Fotos unter: http://galerie.photo-fisch.de)


Wir spazieren zur Wharf und wollen uns nach Tickets hinüber nach Alcatraz umschauen. Seit ich die Gefängnisinsel vor 6 Jahren besucht habe, hat das Fährunternehmen gewechselt und so müssen wir vom Pier 39 zum Pier 33 laufen, vom dem aus die Touren jetzt starten. Aber kaum sind wir dort angekommen, wird klar: Die nächste mögliche Fahrt findet erst am Montag statt. So ein Pech! Wir haben aus dem letzten Versuch nichts gelernt und wieder nicht vorbestellt...

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Aber langweilig wird uns in dieser Stadt sicher nicht. Also zurück zum Pier 39, eine Runde rumschnarchen - wir sind schließlich Touris - und dann zur Cable-Car-Haltestelle. Cable Car fahren ist einfach Pflicht, aber draußen dran hängend, nicht sitzend *smile*.

An der Market Street schaffen wir allerdings nur noch einen Starbucks-Kaffee zum Aufwärmen, bevor wir mit dem Bus zurück auf unseren Campground fahren.
Wir müssen noch packen und uns morgen von unserem liebgewonnenen WoMo verabschieden...

* Scott McKenzie

Dienstag, 22. April 2008

We're in Sacramento, a wonderful town*

Donnerstag.
Die heutige Etappe wollen wir so früh wie möglich in Angriff nehmen und stehen besonders früh auf - sind ja gestern auch zeitig im Bett gewesen. Ohne Frühstück oder wenigstens unseren obligatorischen Kaffee geht's los, den Badezimmerbesuch können außer unserem Fahrer ja alle unterwegs erledigen.
Wir kommen genau bis zur Straßensperre und sehen uns schon den halben Vormittag davor verbringen, als einer der Officer auf uns zu kommt und uns zu sich heran winkt. Wir sollen vorfahren und dann der CHP durch das gesperrte Straßenstück folgen. Wie cool: Die California Highway Patrol eskortiert uns!
Immerhin sieht es so aus, als konnte das Feuer gelöscht werden und als beobachteten die verbliebenen Feuerwehrleute nur noch die letzten Rauchschwaden.

Auf dem Highway 1 geht es weiter bis wir endlich Big Sur und seine Tankstelle erreichen. Unglaublich: $4,959 pro Gallone! Das ist das teuerste Benzin, das uns bisher begegnet ist! Rainer will nichts mehr riskieren und mehr als nur das Minimum tanken, das uns zur nächsten Tankstelle in Monterrey oder Santa Cruz bringen könnte. Aua, da leidet das Budget!

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Zwei Stunden später halten wir an, tanken nach, frühstücken und machen eine Internetrunde (Die Arbeit ruft leider!) Dann geht's weiter in Richtung Sacramento, das wir gegen Viertel 3 erreichen. Glücklicherweise findet sich schnell ein Parkplatz - oder besser zwei - und schon befinden wir uns in Old Sacramento, das noch deutlich an Wildwest-Zeiten erinnert. Die Häuser sind aus Holz gebaut, ebenso die Bürgersteige. Es gibt jede Menge alt- und neumodischer kleiner Geschäfte und sogar der Salt Water Taffy Store ist noch da! Gleich einen kleinen Vorrat anlegen und auf dem Weg durch den Laden ordentlich naschen! *smile*

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Anschließend machen Sascha und ich uns auf den Weg in die Mall nebenan. Ich möchte unbedingt einen Blick in den GAP-Store werfen, weil wir dort vor 6 Jahren recht häufig eingekauft haben. Und nicht nur ich werde fündig (Jeans & Pulli), auch Sascha kauft sich eine Hose. Schnell ein Starbucks Frappuchino auf dem Weg zurück zum Auto und weiter geht's!

Das BBQ bei unseren Freunden ist großartig! Und wie toll, sie wiederzusehen! Beide haben uns Aupairs damals betreut und wir sind einander ans Herz gewachsen. Da wird jedes Wiedersehen ein Fest! Antje hat ihre Eintrittskarte nach Kalifornien bei sich: ihren berühmten Kirschpudding *smile*. Zur Freude unserer Gastgeber kocht sie im Laufe des Abends gleich noch 'live' einen weiteren. Ist ja gar nichts dabei *g*.
Rainer darf den 55er Chevrolet um den Block fahren und wir essen und schwätzen bis spät in die Nacht und verkriechen uns dann satt und zufrieden in unser WoMo draußen vor dem Haus. Die Gästezimmer im Haus will keiner von uns so recht nutzen - wir haben unser WoMo lieb gewonnen...

* Middle of the Road

Samstag, 19. April 2008

Hearst Castle

Mittwoch.
Gestern beendeten wir unsere Tagesetappe im Pismo Sands RV Park, der uns Wi-Fi, Spa und einen großen Pool versprach. Zum ersten Mal auf unserer Reise konnten wir einen beleuchteten und beheizten Wirlpool genießen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück unter freiem Himmel und weiterem Poolgenuß begaben wir uns Richtung San Simeon zum Hearst Castle.

(weitere Fotos unter: galerie.photo-fisch.de)

William Randolph Hearst (1863 - 1951), erbaute auf den Hügeln von San Simeon, CA, ein Anwesen im 'mediterranen' Stil, zu einer Zeit, in der viele reiche Amerikaner palastähnliche Landhäuser errichteten. Hierzu importierte er viele Baustoffe aus Europa, hauptsächlich aus Italien und Spanien. Einige seiner tempelähnlichen Bauten enthalten Teilstücke altgriechischer und italienischer Gebäude verschiedenster Epochen.

Die Anlage umfasst 2 Pools, 3 Gästehäuser mit je zwischen 10 und 19 Zimmern, ein Haupthaus mit 110(!) Zimmern und eine riesige Gartenanlage mit ehemaligem Privatzoo und Tennisplätzen, um den die Gästezimmer und das Haupthaus gruppiert sind.

Die 75-minütige Führung gab uns Einblicke in eines der, nach dem Ausblick aus dem jeweiligen Wohnzimmer benannten, Gästehäuser, sowie in die größeren Versammlungsräume des Haupthauses. Zum Schutz der zahlreich vorhandenen Kunstgegenstände sind die Räume soweit wie möglich verdunkelt. So war es leider schwierig, Bilder von den Innenräumen zu knipsen, auch wenn dies von der Tourleitung ausdrücklich erlaubt wurde.

Weiter gings Richtung Norden. Doch unser Tagesziel sollten wir nicht erreichen. Ca. 17 Meilen vor Big Sur, CA, wurden wir auf ein Feuer am Seitenhang der Küstenstraße hingewiesen. Zu diesem Zeitpunkt ging jedoch schon gut 20 Meilen lang kein Abzweig mehr von der Straße ab und unser Benzinvorrat neigte sich dem Ende zu. Wir beschlossen weiter zu fahren und unser Glück zu versuchen. Weitere 2 Meilen später hatte dieser Versuch jede Aussicht auf Erfolg verwirkt. Es kamen uns inzwischen Autos entgegen, die uns zuvor bereits einmal überholt hatten. In einer Rastbucht erfuhren wir, dass die Straße wahrscheinlich noch 6 Stunden lang gesperrt sein würde.

(weitere Fotos unter: galerie.photo-fisch.de)

Da sämtliche Versuche, die noch übrige Benzinmenge zu errechnen scheiterten und wir nicht genau wissen konnten, ob wir die ca. 25 Meilen entfernte Tankstelle hinter uns erreichen würden, beschlossen wir, an Ort und Stelle auszuhalten. Ein improvisiertes Abendessen und die Reste unserer Liquor-Vorräte sollten uns auf die Küstenkälte vorbereiten und dann gings ins Bett.

Mittwoch, 16. April 2008

Everybody goes to Hollywood*

Dienstag.
Nachdem wir es gestern abend nicht geschafft haben, mit dem Bus von Malibu nochmal nach Hollywood zu fahren, versuchen wir es heute mit dem RV. Man kann schließlich nicht in Los Angeles gewesen sein, ohne den Hollywood Blvd. besucht zu haben, oder?
Ich erinnere mich nicht an die Querstraße, an der der Walk of Fame beginnt und am Sunset Blvd. Ecke Fairfax Ave. bietet sich uns ein guter Parkplatz, also müssen wir halt etwas laufen.

(weitere Fotos unter: galerie.photo-fisch.de)

So ist wenigstens Zeit, die vielen Pflanzen und Blumen in den Vorgärten zu bewundern, die wir in Deutschland mühsam züchten und päppeln müssen, während sie hier mühelos wachsen und blühen - und das schon im April!
An der La Brea Ave. entdecken wir endlich die ersten in den Bürgersteig eingelassen Sterne. Hier sind wir ganz klar Touris: Wir lesen die Namen der uns bekannten Personen laut vor, probieren die Hand- und Fußabdrücke der Stars vor Graumann's Chinese Theatre aus und fotografieren uns gegenseitig mit den großen Hollywood-Lettern im Rücken auf der Plaza des Kodak Theatre. Ganz und gar nicht touristisch kaufen wir diesmal allerdings kein einziges Souvenir.

(weitere Fotos unter: galerie.photo-fisch.de)

Der Fußmarsch zurück zum Auto ist dann schon anstrengend, weil ich mir in neuen Schuhen Blasen gelaufen habe und wir uns beeilen wollen, weil die 2 Stunden für unseren temporären Parkplatz schon um sind. Darauf, mitten in LA abgeschleppt zu werden, haben wir wenig Lust.
Aber unser Motor Home steht noch an seinem Platz und ich kann endlich aus den Schuhen raus und in meine geliebten Flip Flops schlüpfen.

Wir sind wieder auf dem Highway, haben LA hinter uns gelassen. Der Highway 101 schlängelt sich wunderschön an der Küste entlang. Vorher haben wir zwischen Valencia und Ventura zahllose Orangen- und Zitronenbäume auf den Plantagen entdeckt. In Summerland finden wir endlich ein Post Office für unsere vielen Postkarten und stärken uns mit wirklich leckeren Burgern. Noch etwa 80 Meilen heute. Das Navi sagt 2,5 Stunden. Schauen wir mal.

* Madonna

We got our kicks on Route 66

Montag.
Unser erstes Frühstück am Picknicktisch draußen vor dem Camper gestaltet sich durch umherfliegende Blütenblätter und -pollen etwas schwierig. Sieht ein bisschen wie Schnee aus, aber diesmal machen wir uns keine Sorgen. *smile*
Ein kurzer Halt an der Tankstelle, aber kein Postamt in Sicht, dann sind wir wieder auf dem Highway. LA, we're comin'!

(weitere Fotos unter: galerie.photo-fisch.de)

Bevor wir uns jedoch in das Getümmel der Stadt wagen, machen wir noch einen Abstecher in ein Industriegebiet in der Nähe des Ontario International Airports. Hier hat - glaubt man dem Internet - MAGLite seinen Firmensitz. Leider stellt sich heraus, dass die Adresse aus dem Internet nicht mehr stimmt. MAGLite ist kürzlich 2 Blocks weiter gezogen. Die freundliche Empfangsdame des Nachmieters scheint dies jedoch schon zu kennen und händigt und einen kopierten Straßenplan aus, der uns zum Sitz der Garantie- & Verkaufsabteilung führt.

Hier ersteht Sascha endlich seine 6D MAGLite in schickem Rot. Sebastian zieht mit und kauft sich eine schwarze 6D mit entsprechendem Zubehör. Ich überlege, mir eine kleine MiniMAG zu kaufen, werde jedoch von der Verkäuferin darauf hingewiesen, dass diese kleinen MAGs in den Stores billiger zu haben sind als im Fabrikverkauf. Dennoch beschließen Sebastian, Sascha und ich, Rainer eine Flaglite (MiniMAG mit USA-Flagenaufdruck) als Dankeschön für die Rumfahrerei mitzubringen. Dann geht es endlich in die große Stadt hinein.

Kein 'Nichts' mehr, das uns Gesellschaft leistet, dafür unzählige Autos, Häuse, Tankstellen und Burgertempel. Unser Reiseführer schickt uns auf das letzte Stück Route 66 und so versuchen wir, den Weg zu Sunset Avenue und Santa Monica Boulevard zu finden. Es ist schon fast rush hour, gar nicht so einfach in LA. An der Ocean Avenue endet der Santa Monica Blvd und damit auch die Route 66.

Mit ein paar kleineren Schwierigkeiten finden wir einen Parkplatz für unser RV und machen uns auf zum Strand, wo wir die Füße in den Pazifik halten. Der ist immerhin wärmer als der Colorado River vor ein paar Tagen. *smile*
Einmal den Santa Monica Pier hoch und runter, dann über die Straße zum Palisades Park, wo sich, genau auf Höhe der Straßenkreuzung Santa Monica Blvd./ Ocean Ave. eine Plakette zu Ehren von Will Rogers befindet. Auf ihr steht:

(weitere Fotos unter: galerie.photo-fisch.de)


Will Rogers Highway
dedicated in 1952 to
Will Rogers.
Humorist. World Traveler. Good Neighbor.
This is the Main Street of America.
Highway 66
was the first road he travelled in a career
that led
him straight to the hearts of his countryman.


(Will Rogers Highway | 1952 Will Rogers gewidmet. | Humorist. Weltenbummler. Guter Nachbar. | Dies ist die Hauptstraße von Amerika. | Highway 66 | war die erste Straße, auf der er reiste während einer Karriere, | die ihn führte, | direkt in die Herzen seiner Landsleute.)

Und die Route 66 war die Straße, die wir fast 2 Wochen entlang fuhren. Ok, wir haben nicht die gesamte Route 66 befahren, aber wer wird so kleinlich sein? Wir fuhren die Route 66.


Vom Santa Monica Pier aus fahren wir in Richtung Norden zum Malibu Beach RV Park, auf dem wir heute Nacht einen Stellplatz mit Meerblick gebucht haben.

Leaving Las Vegas*

(weitere Fotos unter: galerie.photo-fisch.de)

Sonntag.
Las Vegas zeigt sich bei Tag freundlicher als ich es von vor 6 Jahren in Erinnerung habe. Wir wachen recht spät auf und verpassen daher das Pancake-Frühstück, das dieser Campground gegen eine Spende für notleidende Kinder anbietet. Checkout ist um 11 Uhr, also begnügen wir uns mit einer Tasse Kaffee und fahren dann noch einmal parallel zum Strip zum berühmten 'Fabulous Las Vegas'-Schild. Es ist schon fast Mittag und wir haben immer noch nicht gefrühstückt, als halten wir am Stadtrand bei Target und genießen unseren ersten Starbucks-Kaffee auf dieser Reise. Einen eisgekühlten.

(weitere Fotos unter: galerie.photo-fisch.de)

Ab auf den Highway in Richtung LA! Eigentlich möchten wir die Nacht in einem der State Parks rund um San Bernardino verbringen. Aber die letzte Nacht war kurz und dieser Tag letztendlich auch. Die Sonne steht schon so tief, dass das Gucken schwer fällt. Nach etwa 40 Meilen auf der historischen Route 66 mit - ratet mal: Nichts! - landen wir in Victorville auf einem etwas schäbig wirkenden Campground. Er gehörte wohl mal zur KOA-Kette, steht jedenfalls noch im Verzeichnis, inzwischen sind aber alle KOA-Schilder abgehängt oder übermalt. Was soll's.
In der milden Abendluft gönnen wir uns ein weiteres BBQ mit Marshmallows zum Nachtisch. Lecker!

* Sheryl Crow